Aktualisiert 12.06.2019 06:14

Im Naturschutzgebiet

Stand-up-Paddler schrecken Vögel auf

Im Steinibachried in Horw bereiten Stand-up-Paddler Probleme. Sie missachten die Regeln im Naturschutzgebiet und stören brütende Vögel.

von
gwa
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Im Steinibachried in Horw bereiten Stand-up-Paddler Probleme. Sie missachten die Regeln im Naturschutzgebiet und stören brütende Vögel. (Symbolbild)

Im Steinibachried in Horw bereiten Stand-up-Paddler Probleme. Sie missachten die Regeln im Naturschutzgebiet und stören brütende Vögel. (Symbolbild)

Angelika Warmuth
«Wenn die Vögel vor Stand-up-Paddlern flüchten müssen, verbrauchen sie unnötig Energie. Ihre Brut bleibt erfolglos oder die Tiere verlassen das gestörte Gebiet», sagt Gwen Bessire von der Natur- und Umweltschutzstelle Horw. (Symbolbild)

«Wenn die Vögel vor Stand-up-Paddlern flüchten müssen, verbrauchen sie unnötig Energie. Ihre Brut bleibt erfolglos oder die Tiere verlassen das gestörte Gebiet», sagt Gwen Bessire von der Natur- und Umweltschutzstelle Horw. (Symbolbild)

Keystone/Alexandra wey
Im «Blickpunkt Horw» weisen die Behörden darauf hin, dass Probleme mit Stand-up-Paddlern zugenommen haben.

Im «Blickpunkt Horw» weisen die Behörden darauf hin, dass Probleme mit Stand-up-Paddlern zugenommen haben.

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«Wenn die Vögel vor Stand-up-Paddlern flüchten müssen, verbrauchen sie unnötig Energie. Ihre Bruten bleiben erfolglos oder die Tiere verlassen das gestörte Gebiet», sagt Gwen Bessire von der Natur- und Umweltschutzstelle Horw. Im «Blickpunkt Horw» weisen die Behörden darauf hin, dass Probleme mit Stand-up-Paddlern zugenommen haben.

Immer mehr Leute missachten die Regeln

Grund: Immer wieder fahren Stand-up-Paddler in die Uferzone beim Steinibachried. In der Naturschutzzone dürften sie sich aber gar nicht aufhalten: «In der Wasserzone sind sämtliche Erholungs- und Sportaktivitäten verboten», heisst es in der Verordnung zum Schutz des Steinibachrieds. Und weiter: «Es ist untersagt, Tiere zu töten, zu verletzen, zu fangen und zu stören oder ihre Eier, Larven, Puppen, Nester und Brutstätten zu beschädigen, zu zerstören oder wegzunehmen.»

Bessire verweist im Gemeindeblatt darauf, dass im vergangenen Jahr die Missachtung dieser Regeln zugenommen hat. Bei schönem Wetter seien es «täglich mehrere» Stand-up-Paddler gewesen, wie es bei der Gemeinde auf Anfrage heisst. Teilweise hätten Wassersportler auch das Schutzgebiet als Einstiegsstelle benutzt. Zudem habe es auch in diesem Jahr bereits wieder Paddler gegeben, die in die Schutzzone eingedrungen seien, also die gelben Bojen zur Markierung nicht beachtet haben.

Für die Vögel, die dort brüten, kann das ernste Folgen haben: Wenn sich Stand-up-Paddler nähern, werden diese aufgeschreckt und ergreifen die Flucht. «Das Problem ist, dass beim Stand-up-Paddeln die Silhouette des Menschen weithin sichtbar ist», sagt Livio Rey, Sprecher der Vogelwarte Sempach. Deshalb ergreifen die Vögel viel eher die Flucht als wenn sich etwa Ruderer nähern, die in ihrem Boot sitzen.

Zu wenige Wassersportler informieren sich

Auch die Luzerner Wasserpolizei erhielt mehrere Meldungen: «Das Hauptproblem ist, dass beim Kauf eines Stand-up-Bretts nicht oder nur selten auf die Verhaltensregeln aufmerksam gemacht wird», wird René Sennhauser, Chef der Wasserpolizei, zitiert. «Käufer informieren sich selber nicht

oder nur ungenügend über die geltenden Bestimmungen.»

Das Gebiet Steinibachried ist deutlich mit Bojen und Schildern im Wasser signalisiert. Diese Sperrfläche darf nicht befahren werden. Die Wasserpolizei mache Stand-up-Paddler auf ihr Fehlverhalten aufmerksam. Es könne auch zu Anzeigen kommen, wenn strafbare Handlungen festgestellt würden.

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