24.07.2018 03:45

21 Kilometer

Stand-up-Paddler wollen Bodensee überqueren

Mit 21 Kilometern Breite zwischen Rorschach und Friedrichshafen (D) ist der Bodensee der breiteste See der Schweiz. Genau diese Strecke wollen vier Stand-up-Paddler am Dienstag meistern.

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juu
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Am Dienstag, den 24.07.2018, startet der Rekordversuch, den Bodensee zwischen Rorschach und Friedrichshafen auf einem Stand-up-Paddle zu überqueren.

Am Dienstag, den 24.07.2018, startet der Rekordversuch, den Bodensee zwischen Rorschach und Friedrichshafen auf einem Stand-up-Paddle zu überqueren.

Res Lerch
Dario Aemisegger, Initiant der Überquerung und Paddler, wird bei der Erstüberquerung von Alain Luck, Boris Bischof und David Hoppensack begleitet.

Dario Aemisegger, Initiant der Überquerung und Paddler, wird bei der Erstüberquerung von Alain Luck, Boris Bischof und David Hoppensack begleitet.

Res Lerch
Die Distanz von Rorschach bis Friedrichshafen beträgt 21 Kilometer, daher streben die Paddler eine Dauer von rund 3 Stunden an.

Die Distanz von Rorschach bis Friedrichshafen beträgt 21 Kilometer, daher streben die Paddler eine Dauer von rund 3 Stunden an.

Strandfestwochen Rorschach

Am 24. Juli um 7 Uhr morgens ist es so weit: vier Stand-up-Paddler wagen die Erstüberquerung des Bodensees. «Es war eine spontane Idee. An einem nebeligen Tag schaute ich von Rorschach in die Weiten des Sees hinaus und fragte mich, was wohl auf der anderen Seite wäre, wenn ich mich einfach Richtung Norden treiben lassen würde», so Dario Aemisegger, Initiant der Überquerung und Paddler.

Aus der Idee wurde ein konkreter Plan und so fing Aemisegger bereits im April an zu trainieren. Bei der Erstüberquerung wird er von Alain Luck (Swiss Longdistance Champion 2016), Boris Bischof (Amateur-Paddler) und David Hoppensack (Profi-Paddler) begleitet. «Ohne eine gründliche Vorbereitung und ohne ein Begleitboot ist eine Überquerung jedoch nicht zu verantworten», sagt Bischof.

21 Kilometer in drei Stunden

Die Distanz von Rorschach bis Friedrichshafen beträgt 21 Kilometer. Die Paddler hoffen, dass sie das in etwa drei Stunden schaffen. Gestresst sei Amisegger deswegen jedoch nicht: «Wir können uns jeder Zeit ausruhen und auch mal im Wasser abkühlen.» Die Zeit sei aber ohnehin sekundär, wichtig sei nur, es überhaupt zu schaffen. Auch müsse man nicht die ganze Zeit stehen, sondern könne sich zum Essen oder Trinken setzen, sagt er lachend zu 20 Minuten.

Über das Wetter mache er sich keine grossen Gedanken. «Zum einen starten wir bereits um 7 Uhr morgens, somit ist es noch relativ kühl. Zum anderen trage ich immer einen Kopfschutz und Sonnenschutzkleidung», so der 42 Jährige. Auch Dehydration sei kein Thema für die vier. «Wir haben Getränke mit dabei aber zur Not könnte man natürlich auch das Bodenseewasser trinken. Es ist so sauber, kühl und klar, das schätze ich sehr», sagt Aemisegger.

Die Vorfreude ist bei allen sehr gross: «Es geht für mich ein Traum in Erfüllung, den Bodensee paddelnd zu überqueren», sagt Mit-Paddler Bischof. Für ihn sei das dahingleiten auf dem Paddle wie Freiheit und Abenteuer zugleich oder wie ein Kurzurlaub gleich vor der Haustüre.

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