Stapi Tschäppät provoziert: FC Thun ins Stade de Suisse

Aktualisiert

Stapi Tschäppät provoziert: FC Thun ins Stade de Suisse

«Brauchen die Thuner wirklich ihr eigenes Stadion?» Mit dieser Frage provoziert Berns Stapi Tschäppät heftige Reaktionen von seinem Thuner Kollegen.

«Bern und Thun liegen so nahe beieinander, dass ich mich manchmal frage: Warum teilen sie sich das Stadion nicht? Brauchen die Thuner wirklich ihr eigenes?»

Das sagt der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppat in einem Interview im Magazin «Sie+Er» und wirbelt mit dieser Aussage heftig Staub auf.

Dabei scheint seine Überlegung durchaus logisch: Bern habe ein wunderbares Fussballstadion – und mit Thun eine wunderbare Mannschaft. Eine ideale Kombination also.

«Das kommt nicht in Frage», sagt Thuns Stapi Hans-Ueli von Allmen. «Ich kenne keinen Fussballclub, der seine Heimspiele 30 Kilometer entfernt austrägt.»

Tschäppät müsse sich zuerst informieren: Der FC Thun zahle im Stade de Suisse Wankdorf rund eine Viertelmillion Franken Miete pro Match. «Das ist jenseits von gut und böse und würde den FC Thun in den Ruin treiben.»

Klar sei, dass die Stadionbetreiber die Mieteinnahmen gerne kassieren würden. «Thun braucht aber ein eigenes, kleineres Stadion», sagt von Allmen. Bei normalen Matches kämen etwa 5000 Zuschauer. «Die wollen nicht jedes Wochenende nach Bern fahren.»

Andrea Abbühl

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