Gefährliche Lage: ÖV in Zürich lahmgelegt – Warnung vor umstürzenden Bäumen
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Gefährliche LageÖV in Zürich lahmgelegt – Warnung vor umstürzenden Bäumen

Am frühen Morgen mussten sich Pendler zu Fuss durch die Strassen in Zürich kämpfen. Tram und Bus fahren seit gestern Abend nicht mehr.

von
Katja Fässler
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Keine Trams, keine Busse - am Freitagmorgen steht der ÖV in Zürich still.

Keine Trams, keine Busse - am Freitagmorgen steht der ÖV in Zürich still.

20 Minuten 
Auf das Tram wartete man in den frühen Morgenstunden vergeblich.

Auf das Tram wartete man in den frühen Morgenstunden vergeblich.

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Die Gleisräumung in Zürich rollt an.

Die Gleisräumung in Zürich rollt an.

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Seit Donnerstagmittag schneit es praktisch ununterbrochen. Allein in Zürich kam es seither auf dem Stadtgebiet zu rund 300 Polizeieinsätzen. Ein Grossteil davon sei auf die heftigen Schneefälle zurückzuführen, wie es in einer Mitteilung der Stadtpolizei heisst.

Neben üblichen Interventionen kam es auf dem Stadtgebiet auch zu zahlreichen kleineren Verkehrsunfällen. Dazu gehörten auch Fahrzeuge, die von der Strasse abkamen und nicht geborgen werden konnten, weil keine festen Unterlagen vorhanden waren. Die meisten Meldungen gingen bei der Einsatzzentrale telefonisch ein. Gemeldet wurden vor allem umgestürzte oder auf der Fahrbahn liegende Äste und Bäume.

Laut der Stadtpolizei Zürich ist die Verkehrslage zurzeit wegen der grossen Schneemassen höchst angespannt. «Es ist vor allem gefährlich, da der schwere Schnee, dazu führt, dass Bäume kippen oder Äste abbrechen», so Sprecher Marco Cortesi. Personen sollen, wenn immer möglich, nicht unter Bäumen durchlaufen und nicht mit dem Auto in die Stadt fahren. «Die Strassen sind eisig und viele Fahrzeuge sind bereits durch fallende Äste beschädigt worden», so Cortesi.

Über 1000 Notfallanrufe

Aufgrund der Witterungsverhältnisse und grossen Schneemassen musste der öffentliche Verkehr in der Stadt eingestellt werden. «Zurzeit fahren keine Trams und Busse», sagt Sprecher Marco Cortesi. Man hofft den Verkehr bald wieder aufnehmen zu können. Die Stadtpolizei Zürich rät trotzdem davon ab, mit privaten Fahrzeugen in die Stadt zu fahren. «Die Strassen sind eisig und viele Fahrzeuge sind bereits durch fallende Äste beschädigt worden», so Cortesi.

Die starken Schneefälle hatten auch erhebliche Auswirkungen auf die Einsätze der Rettungskräfte von Feuerwehr und Sanität, schreibt Schutz und Rettung Zürich in einer Mitteilung. Seit Donnerstagmorgen seien bei der Einsatzleitzentrale weit über 1000 Anrufe eingegangen. Um das hohe Einsatzvolumen zu bewältigen, wurden zur Unterstützung der Berufsfeuerwehr alle Kompanien der städtischen Milizfeuerwehr aufgeboten. Bis anhin wurden allein in der Stadt Zürich rund 300 Feuerwehreinsätze verzeichnet, heisst es in der Mitteilung weiter.

Über 200 Unfälle

Seit Beginn der Schneefälle in den frühen Morgenstunden des Donnerstags verzeichnete die Kantonspolizei Zürich bis über 200 Verkehrsunfälle, bei denen vorwiegend Sachschaden entstand. In zwölf Fällen wurden Verkehrsteilnehmer verletzt. Bei einem Unfall zwischen einem Auto und einem Fussgänger kurz vor acht Uhr wurde der 75-jährige Fussgänger schwer verletzt. Durch die grossen Schneemengen kam es zu mehr als 450 Verkehrsbehinderungen durch umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste, steckengebliebene Fahrzeuge und Pannen technischer Einrichtungen. Diverse Strassen mussten vorübergehend gesperrt werden. Neben den Polizeipatrouillen stehen Partnerorganisationen wie Feuerwehren, Unterhaltsdienste und Abschleppunternehmen im Dauereinsatz.

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