Aktualisiert 08.12.2011 13:52

Schlaues Mädchen

Star-Anwalt soll Foxy Knoxys Buch vermarkten

Mord, Sex, Gewalt – und ein spektakulärer Freispruch: Amanda Knox erzählt nun ihre Geschichte in einem Buch und beauftragt den Mann, der schon Obama und Bush zu lukrativen Deals verhalf, mit dem Verkauf der Rechte.

von
kle

Nach ihrem aufsehenerregenden Freispruch im berühmten Mordprozess von Perugia hat sich die US-Studentin Amanda Knox einen Top-Anwalt für den Verkauf der Buchrechte an ihrer Geschichte besorgt. Wie der «Engel mit den Eisaugen» über ihren PR-Agenten mitteilt, soll der Washingtoner Jurist Robert Barnett die Gespräche mit den Verlagen führen. Das meistbietende Verlagshaus wird wohl einen hohen einstelligen Millionenbetrag für die Rechte bezahlen müssen, vermuten Experten.

Der 65-jährige Barnett hatte bereits US-Präsident Barack Obama, dessen Vorgänger George W. Bush und dem früheren britischen Premierminister Tony Blair lukrative Buchverträge verschafft. Wie die «Süddeutsche Zeitung» schreibt, soll sich Amerikas Polit-Elite von Barnett jedoch nicht nur in Vertragsverhandlungen vertreten lassen: Der Jurist ist auch ein gefragter Debatten-Coach. Wenn es um die Vorbereitung auf Fernsehduelle geht, ist Barnett der bevorzugte Partner der Politiker.

Ein Fall mit vielen Fragen

Die 24-jährige Knox war im Oktober in die USA zurückgekehrt, nachdem sie im Berufungsprozess im italienischen Perugia von dem Verdacht freigesprochen worden war, für den gewaltsamen Tod der britischen Austauschstudentin Meredith Kercher im November 2007 verantwortlich zu sein. Auch ihr italienischer Ex-Freund Raffaele Sollecito wurde freigesprochen.

Das Gericht erster Instanz hatte es im Jahr 2009 dagegen noch als erwiesen angesehen, dass Knox und Sollecito die Britin unter Einfluss von Drogen und Alkohol getötet hatten, während ein ebenfalls berauschter Bekannter die Arme des Opfers festhielt. Dieser war nach einem Teilgeständnis zu 16 Jahren Haft verurteilt worden. Im Berufungsverfahren äusserten unabhängige Experten jedoch ernsthafte Zweifel an den DNA-Tests, die zur Verurteilung von Knox und Sollecito geführt hatten. Die beiden Angeklagten beteuerten stets ihre Unschuld.

Fehler gefunden?Jetzt melden.