Star-Posen: Faxen aus Unsicherheit?

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Star-Posen: Faxen aus Unsicherheit?

Déjà-vu auf dem roten Teppich: Ob Grimasse, Schmollmund oder Hände in den Hosentaschen – jeder Star hat seine Lieblingspose und lenkt damit von seiner Unsicherheit ab.

Wenn Stars über den roten Teppich stolzieren, zeigen sie immer die gleichen Posen: «Sex and the City»-Star Sarah Jessica Parker streicht die Haare aus dem Gesicht, Schauspielerin Nicole Kidman legt die Hände an die Hüfte oder versteckt sie in den Hosensäcken, die ehemalige Posh Spice Victoria Beckham macht einen Schmollmund, und Soul-Röhre Joss Stone streckt die Zunge raus. Ebenfalls eine beliebte Pose auf dem roten Teppich ist der «Big Smile»: So reissen Schauspielerin Uma Thurman und Popstar Christina Aguilera regelmässig ihren Mund weit zu einem Lachen auf. Sind dies einfach nur einstudierte Posen für die Fotografen oder steckt eine gewisse Verlegenheit dahinter?

«Der Trick, mit einer speziellen Pose oder grotesken Mimik von der eigenen Unsicherheit abzulenken, ist raffiniert», erklärt Lutz Jäncke, Professor für Neuropsychologie an der Universität Zürich. Die Stars in Hollywood kämpfen ebenso mit Selbstzweifeln und Unsicherheit wie «Normalos». Auf dem roten Teppich stehen sie voll im Rampenlicht, werden von der ganzen Welt beobachtet. Dazu braucht es Selbstbewusstsein. Wer es nicht hat, behilft sich mit Posen, indem er beispielsweise dem Publikum winkt oder Grimassen schneidet. Ob es sich dabei um Reflexe oder einstudiertes Gehabe handelt, ist laut Jäncke schwer zu sagen: «Die einen streichen sich die Haare aus Verlegenheit aus dem Gesicht, andere flirten so bewusst mit den Fotografen.»

Stefanie Rigutto

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