Aktualisiert 19.01.2020 19:41

Altes Drehbuch aufgetaucht«Star Wars» hätte ganz anders enden können

Das «Star Wars: Episode IX»-Drehbuch des ursprünglichen Regisseurs Colin Trevorrow ist geleakt: Die Skywalker-Saga hätte komplett anders ausgehen können.

von
shy

«Star Wars: Episode IX – The Rise of Skywalker» hat diese Woche die Eine-Milliarde-Franken-Marke geknackt. Damit hat Disney 2019 sieben Filme releast, welche an den Kinokassen jeweils mehr als eine Milliarde Franken eingebracht haben. Hier ist der Trailer zum Abschluss der Skywalker-Saga. <i>(Video: Lucasfilm/Walt Disney)</i>

Rund zwei Jahre vor dem Release von «Star Wars: Episode IX – The Rise of Skywalker» gab Disney bekannt, dass Regisseur und Drehbuchschreiber Colin Trevorrow (43) sich aufgrund kreativer Differenzen vom Film zurückzieht.

Eine Woche später verkündete der Konzern, dass «Episode VII»-Regisseur J. J. Abrams (53) das Projekt übernimmt. Er und Chris Terrio (43) haben daraufhin das Skript umgeschrieben.

«Star Wars: Episode IX»: BFF-Featurette

In «Episode IX &ndash; The Rise of Skywalker» hat der Hauptcast so viele gemeinsame Szenen wie noch nie in der neuen «Star Wars»-Trilogie. Und das freut ihn. Der Film läuft am 18. Dezember in den Deutschschweizer Kinos an. (Video: Lucasfilm/Walt Disney)

Featurette zu den Hauptfiguren von «The Rise of Skywalker». (Video: Lucasfilm/Walt Disney)

Nun macht Trevorrows ursprüngliches Drehbuch im Internet (sprich: auf Reddit) die Runde und zeigt, dass der neunte und letzte Teil der Skywalker-Saga komplett anders hätte ausfallen können. Vielleicht hätte diese Version von «Episode IX» die Fangemeinde weniger gespalten (20 Minuten bezeichnete «The Rise of Skywalker» als würdiges, aber lange nicht perfektes Finale).

Allerdings muss bedacht werden, dass dieses Skript auf den 16. Dezember 2016 datiert ist. Leia-Darstellerin Carrie Fisher (60) starb elf Tage später, ihre Rolle hätte wohl sowieso umgeschrieben werden müssen. Und auch die «Star Wars»-Produktionsfirma Lucasfilm sowie Disney hätten wohl noch die eine oder andere Anpassung verlangt.

Anyway: Hier sind die fünf grössten Story-Unterschiede zwischen Trevorrows Drehbuch und Abrams' «The Rise of Skywalker».

Zwar eh klar, aber trotzdem:

1. Der Film hätte anders geheissen

(Bild: Lucasfilm/Walt Disney)

Mit einer anderen Story hätte «Episode IX» auch einen anderen Titel bekommen. Laut dem Skript hiess Trevorrows Version «Duel of the Fates».

Jep, also wie das beste Musikstück aus allen neun Filmen (ja, besser als das Main Theme und Darth Vaders «The Imperial March», don't at me), das den epischen Fight zwischen dem Jedi-Duo Qui-Gon Jinn und Obi-Wan Kenobi und dem Sith Lord Darth Maul noch epischer machte:

(Quelle: Youtube/JohnWilliamsVEVO)

Der Titel wäre nicht nur eine Referenz zu «Episode I» gewesen: Der Film hätte nämlich gezeigt, wie Rey und Kylo Ren ihre jeweiligen Pläne, den Konflikt zwischen den Jedi und den Sith zu beenden, verfolgen und sich dabei in die Grauzone zwischen Gut und Böse begeben.

2. Rey wäre keine Palpatine gewesen

(Bild: Lucasfilm/Walt Disney)

Abrams brachte den seit «Episode VI» totgeglaubten Imperator Palpatine als Haupt-Bösewicht zurück. Und enthüllte, dass dieser Reys Grossvater ist, was halt schon ziemlich cheap war und auch in der Fangemeinde für Augenrollen sorgte. Palpatine hätte auch bei Trevorrow eine Rolle gespielt, allerdings eine weniger grosse.

Kylo hätte Vaders Zuhause auf Mustafar (da spielt die Eröffnungsszene von «The Rise of Skywalker») besucht und dort eine Nachricht von Palpatine gefunden. Darin ging dieser davon aus, dass Luke Skywalker ihn in «Episode VI» getötet hat und forderte Vader auf, Luke nun zu Palpatines Lehrmeister Tor Valum zu bringen. Kylo hätte dann selbst nach Valum gesucht – und ihn gefunden.

3. Kylo Ren wäre nicht als Held gestorben

(Bild: Lucasfilm/Walt Disney)

Noch augenrolliger als Reys Palpatine-Abstammung war der Kuss zwischen ihr und Kylo am Ende von «The Rise of Skywalker». Bei Trevorrow wäre es nicht dazu gekommen und Kylo hätte sich vor seinem Tod auch nicht auf die helle Seite der Macht geschlagen.

Stattdessen wäre er von Tor Valum geschult worden und in einem finalen Kampf gegen Rey angetreten. Dabei wäre enthüllt worden, dass Kylo Reys (Schrotthändler-)Eltern getötet hat und die Machtgeister der toten Jedis Luke, Yoda und Obi-Wan hätten versucht, Kylo zur Vernunft zu bringen. Vergebens: Er wäre der dunklen Seite verfallen und «ausgelöscht» worden.

4. Luke Skywalker hätte keine Ruhe gegeben

(Bild: Lucasfilm/Walt Disney)

Während er in «Episode VIII» eine Hauptrolle hatte, tauchte der frisch verstorbene Luke in «The Rise of Skywalker» nur ganz kurz als Machtgeist auf. In Trevorrows «Episode IX» hätte Phantom-Luke erheblich mehr zu tun gehabt.

Zum einen hätte er Rey weiter bei ihrem Jedi-Training unterstützt. Zum anderen hätte er versucht, seinen zwiegespaltenen Neffen Kylo auf die helle Seite der Macht zurückzuholen. Dabei hätte er ihn auch wie ein Gespenst heimgesucht, um ihm die Schrecken der dunklen Seite aufzuzeigen.

5. Rose Tico hätte eine wichtige Rolle gehabt

(Bild: Lucasfilm/Walt Disney)

Dass Kelly Marie Trans Rose Tico in «The Rise of Skywalker» lächerlich selten zu sehen war, stiess vielen Fans sauer auf. Bei Trevorrow war sie viel stärker in die Story eingebunden.

Statt die Helden gemeinsam loszuschicken (was allerdings viel Spass gemacht hat), wären sie in «Duel of the Fates» aufgeteilt worden: Rose, Finn, C-3PO und R2-D2 hätten versucht, die Verbündeten des Widerstands zu vereinen, während Poe Dameron und Chewbacca Rey bei ihrem Aufstieg zum Jedi unterstützt hätten.

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