Umsatzrückgang: Starker Franken macht Nestlé zu schaffen

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UmsatzrückgangStarker Franken macht Nestlé zu schaffen

Weniger Gewinn und Umsatz: Die Wechselkurssituation setzt dem Nahrungsmittelkonzern stark zu. Trotzdem wächst der Absatz stärker als von Experten erwartet.

Nestle's CEO Paul Bulcke kündigte ein neues Aktienrückkaufprogramm an.

Nestle's CEO Paul Bulcke kündigte ein neues Aktienrückkaufprogramm an.

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé hat in der ersten Jahreshälfte einen Umsatz von 43 Milliarden Franken erzielt. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang um 4,8 Prozent. Der Rückgang ist allerdings einzig und alleine auf den starken Franken zurückzuführen.

Das organische Wachstum habe sich auf 4,7 Prozent belaufen, hiess es in einer Medienmitteilung vom Donnerstag. Dieser Wert liegt knapp unter dem von Nestlé angepeilten Wachstumsziel von 5,0 Prozent, aber über den Erwartungen der Branchenanalysten von 4,5 Prozent.

Das organische Wachstum stützt sich gemäss Konzernangaben hauptsächlich auf einen höheren Absatz, der den Umsatz um 2,9 Prozent steigen liess. Preisanpassungen trugen 1,8 Prozent zum Wachstum bei. Besonders in den aufstrebenden Märkten (Emerging Markets) konnte der Nahrungsmittelmulti mit 9,7 Prozent organischem Wachstum seine Geschäfte stark ausbauen.

Nestlé will Aktien zurückkaufen

Die Wechselkurssituation hat Nestlé aber auch die Gewinnzahlen getrübt. So fiel der Betriebsgewinn mit 6,4 Mrd. Fr. rund 400 Mio. Fr. unter den Wert des Vorjahres. Mit stabilen Wechselkursen gerechnet hätte Nestlé allerdings den operativen Gewinn steigern können, wie aus dem Communiqué hervorgeht.

Der Reingewinn von Nestlé in den ersten sechs Monaten beträgt 4,6 Mrd. Franken, was gegenüber 2013 einem Minus von rund 10 Prozent entspricht. Mit dem Wert hat der Konzern zudem auch die Erwartungen der Analysten verfehlt.

Konzernchef Paul Bulcke bekräftigte in der Mitteilung aber den Ausblick für das ganze Jahr. Nestlé kündigte ausserdem ein neues Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von 8 Mrd. Fr. an. Dieses soll dieses Jahr anlaufen und 2015 fortgesetzt werden. Der Rückkauf eigener Aktien unterliege den Marktbedingungen und erfolge entsprechend der Politik des Konzerns, die eigene Bonität zu halten, den Aktionären aber gleichzeitig einen konkurrenzfähigen Ertrag in Form von Dividenden zu bieten. (sda)

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