EU-Bericht – Starker Rückgang bei Toten durch Feinstaubbelastung
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EU-BerichtStarker Rückgang bei Toten durch Feinstaubbelastung

2019 starben in der EU 307’000 Menschen an den Folgen von schlechter Luftqualität, was einer Abnahme von zehn Prozent zum Vorjahr entspricht.

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Die Luftqualität in Europa hat sich verbessert: Dicke Luft in Dublin. (6. Februar 2021)

Die Luftqualität in Europa hat sich verbessert: Dicke Luft in Dublin. (6. Februar 2021)

AFP/Artur Widak
Besonders geplagt von der Feinstaubbelastung ist weiterhin Polen: Eiskalter Morgen in Krakau. 

Besonders geplagt von der Feinstaubbelastung ist weiterhin Polen: Eiskalter Morgen in Krakau.

AFP/Artur Widak
In Europa sind 2019 307’000 Menschen an den Folgen der schlechten Luftqualität gestorben.

In Europa sind 2019 307’000 Menschen an den Folgen der schlechten Luftqualität gestorben.

AFP/Artur Widak

Die Zahl der frühzeitigen Todesfälle in der EU, die auf die Belastung durch Feinstaub zurückzuführen ist, hat deutlich abgenommen. Dennoch starben, einem am Montag von der EU-Umweltagentur (EEA) in Kopenhagen veröffentlichten Bericht zufolge, im Jahr 2019 weiterhin 307’000 Menschen an den Folgen der Feinstaubbelastung. Für 2018 hatte die Behörde diese Zahl mit 346’000 angegeben.

Der Rückgang um mehr als zehn Prozent ist laut EUA zum Teil auf günstige Wetterbedingungen, aber hauptsächlich auf die anhaltende Verbesserung der Luftqualität in Europa zurückzuführen. Zu Beginn der 1990er Jahre starben in den 27 EU-Ländern jährlich fast eine Millionen Menschen frühzeitig. Bis 2005 ging diese Zahl dann bereits auf 450’000 zurück.

Feinstaub, Ozon und Stickstoffoxid

Dennoch bleibt schlechte Luftqualität weiterhin das grösste umweltbedingte Gesundheitsproblem für Menschen in Europa. Neben Feinstaub ist auch die Belastung mit Ozon und Stickstoffoxid problematisch. Bei Ozon geht die EEA für 2019 von einem Rückgang der Todeszahlen um 13 Prozent auf 16’800 aus. Die Zahl der Toten durch Stickstoffoxid, das vor allem von Autos und Wärmekraftwerken ausgestossen wird, ging demnach sogar um ein Viertel auf 40’400 zurück.

Obwohl sich die Situation weiter verbessert, hatte die EEA noch im September gewarnt, dass die Luftqualität in den meisten europäischen Ländern immer noch nicht den EU-Leitlinien entspricht. Die EU hat sich das Ziel gesetzt, die Zahl der Toten durch schlechte Luftqualität bis 2030 um mindestens 55 Prozent im Vergleich zu 2005 zu reduzieren. Bei gleichbleibendem aktuellen Trend würde dieses Ziel erst 2032 erreicht.

In Deutschland starben nach Angaben der EEA im Jahr 2019 knapp 54’000 Menschen wegen zu hoher Feinstaubkonzentration in der Luft – in absoluten Zahlen der höchste Wert in Europa. Relativ zur Bevölkerungsgrösse verzeichnet demnach Polen mit 39’300 die meisten Feinstaub-Toten.

(AFP/chk)

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