Aktualisiert 08.12.2008 16:36

RuhestandStarkomiker will Berlusconi in die Schweiz abschieben

Auf seiner kurzen Schweizer Tournee hat der italienische Starkomiker Roberto Benigni am Sonntag in Lugano Station gemacht. Vor 6000 Zuschauern präsentierte er sein Programm «Tutto Dante».

Für Lacher sorgte Benigni (»La vita è bella») insbesondere auch mit Anspielungen auf lokale Grössen. Als er den fünften Gesang von Dantes «Göttlicher Komödie» - «Die Hölle» - nacherzählte, erwähnte der Komiker «Tessiner Persönlichkeiten» wie den ehemaligen Lega-Nationalrat Giuliano «Nano» Bignasca oder den Architekten Mario Botta.

Den Bürgermeister von Lugano, Giorgio Giudici, verglich Benigni mit dem ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Giulio Andreotti. Beide Männer verbindet eine lange Verweildauer in der Politik: Guidici regiert in Lugano seit 24 Jahren.

Bei dem derzeitigen italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi hofft Benigni auf eine deutlich kürzere Amtszeit. Er hoffe, dass es der Regierungschef mache wie Mina. Die in Italien berühmte Sängerin liess sich in Lugano nieder.

Nach Zürich am Samstag war die Tessiner Stadt der zweite Schweizer Stopp auf Benignis Europa-Tournee. In seinem Programm interpretiert der Schauspieler die «Göttliche Komödie» von Dante neu.

Das Publikum in der Südschweiz bot ihm am Sonntag nach zwei Stunden in der Resaga - dem Eishockeystadion in der Vorortsgemeinde Porza, wo die Temperatur 10 Grad Celsius nicht übersteigt - eine herzliche «Standig Ovation». Die nächste Station von «Tuttodante» ist Genf am Mittwoch. (sda)

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