StarragHeckert baut 120 Stellen ab
Aktualisiert

StarragHeckert baut 120 Stellen ab

Der Werkzeugmaschinen-Hersteller StarragHeckert baut 120 von total rund 700 Arbeitsplätzen ab. In Rorschacherberg SG werden 80 Stellen gestrichen, in Chemnitz D 40.

Die börsenkotierte Firma beklagt eine unbefriedigende Ertragslage. Der Abbau ist Teil des bereits früher angekündigten Restrukturierungsprogramms. Es sieht die Fokussierung auf die Kernmärkte vor, wie StarragHeckert am Montag mitteilte. Das Unternehmen gibt sich eine neue Organisationsstruktur, die nicht mehr auf Standorte, sondern neu auf Branchen ausgerichtet ist.

Nebengeschäft nur bei guten Margen

Im deutschen Chemnitz werden die Kernkompetenzen für den Auto- und Fahrzeugbau sowie die Produktionstechnik konzentriert. In Rorschacherberg im Kanton St. Gallen werden in Zukunft die Sparten Energieerzeugung, Luftfahrt und Strömungsteile zusammengefasst.

Die neue Struktur werde zusätzlich durch einen regional ausgerichteten Vertrieb ergänzt, heisst es. Dieser soll über eigene Tochtergesellschaften eine breite Marktpräsenz sicherstellen.

Aufträge ausserhalb der Kernmärkte will StarragHeckert in Zukunft nur noch bei sehr guten Margen abwickeln. Bei der Erarbeitung des Jahresabschlusses 2004 werde überprüft, ob aufgrund der eingeleiteten Massnahmen Bewertungskorrekturen bei einzelnen Bilanzpositionen notwendig seien, heisst es in einem Communiqué.

Ziel: Ab 2006 in Gewinnzone

Die Restrukturierung ist die Folge einer schlechten Ertragslage. In den ersten neun Monaten 2004 fuhr StarragHeckert einen Verlust von 1,7 Mio. Fr. ein. Für das vierte Quartal rechnet die Firma mit einem positiven Ergebnis. Ab 2005 soll der Turnaround nachhaltig wirken, heisst es. 2006 will das Unternehmen wieder Gewinn machen.

Mitte September war Konzernchef Franz Betschon entlassen worden. Unterschiedliche Auffassung zwischen ihm und dem Verwaltungsrat waren als Gründe für die Trennung genannt worden. Die Nachfolge von Franz Betschon als CEO bei StarragHeckert ist noch nicht geregelt.

StarragHeckert-Aktien waren am Montag auf Wunsch des Unternehmens bis 15 Uhr vom Handel an der Börse suspendiert worden. Bei Wiederaufnahme des Handels reagierten die Anleger positiv auf die Restrukturierungspläne. Der Aktienskurs stieg um 4 Prozent auf 287 Franken.

(sda)

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