Aktualisiert 27.10.2009 16:39

Zurück zum MondStart der Superrakete verschoben

Die NASA hat den für heute geplanten Testflug ihrer neuen Ares-Rakete verschoben. Nachdem Wolken und Wind den Start von Cape Canaveral in Florida während eines vierstündigen «Start-Fensters» immer wieder verhindert hatten, will die US- Raumfahrtbehörde nun am Mittwoch einen neuen Anlauf unternehmen.

Wie am Dienstag gibt es dann ein vierstündiges Startfenster, das sich um 13 Uhr europäischer Zeit öffnet.

Der Test der Ares-1-X wird mit grosser Spannung erwartet. Die Rakete ist eine Kernkomponente des Constellation-Programms der NASA. Eine leichte Raketenversion soll Astronauten in eine niedrige Erdumlaufbahn befördern und damit die Space-Shuttle ablösen, die nach den bisherigen Plänen im kommenden Jahr eingemottet werden sollen.

Darüber hinaus ist die Entwicklung einer schwereren Variante, die Ares-V, geplant, um Menschen zum Mond zu bringen - und vielleicht sogar zum Mars.

Die rund 100 Meter hohe Ares-1-X-Rakete soll bei ihrem Test ungefähr 40 Kilometer hoch und 70 Kilometer weit fliegen. Dann soll sich die untere vierteilige Raketenstufe abtrennen und gebremst durch einen Fallschirm in den Atlantik fallen. Sie kann danach wiederverwendet werden.

Die obere Stufe - eine Attrappe samt Nachbildung einer Raumkapsel für die Besatzung - wird ebenfalls ins Meer stürzen. Sie soll nicht geborgen werden.

Auf dem insgesamt nur rund sechs Minuten langen Flug sollen 700 Sensoren an Bord der Rakete Daten zu den NASA-Ingenieuren in Cape Canaveral schicken.

Für Obama zu teuer

Allerdings ist es fraglich, ob die Ares-Rakete jemals wirklich für die bemannte Raumfahrt eingesetzt wird. Eine von US-Präsident Barack Obama einberufene Kommission zur Prüfung aller laufenden und geplanten NASA-Programme ist kürzlich zum Schluss gekommen, dass sich die NASA die ehrgeizigen Mond-und Mars-Projekte mit ihrem derzeitigen Budget nicht leisten kann.

Für die Reisen zur ISS bevorzugt die Kommission eine billigere Raketen-Variante in Zusammenarbeit mit anderen Ländern. Obama hat über die Zukunft der Programme noch nicht entschieden.

(sda)

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