Simpson-Team: Start ins Ungewisse nach dem Silberwunder
Aktualisiert

Simpson-TeamStart ins Ungewisse nach dem Silberwunder

Am Freitag beginnt die Eishockey-WM in Minsk. Für die Schweizer Nati ist es eine Reise in die Ungewissheit und das letzte Turnier unter Trainer Sean Simpson.

von
Marcel Allemann
Minsk

Vor einem Jahr das WM-Silberwunder von Stockholm. Dann das enttäuschende vorzeitige Olympia-Aus in Sotschi. Und nun eine phasenweise desolate WM-Vorbereitung (155 Minuten ohne Tor) sowie 20 Spielerabsagen. Was kann man nun von der WM in Minsk erwarten? Ist ein neuerlicher Exploit möglich? Oder geraten wir in dieser heiklen WM-Gruppe am Ende sogar noch in Abstiegsgefahr? Noch selten war die Ungewissheit so gross. Für die Fans, für die Medien – und auch für Nati-Trainer Sean Simpson, wie er selbst zugibt.

Immerhin ist der Kanadier nach der heftigen Kritik, die er nach den Test-Pleiten gegen Deutschland (0:2) und Kanada (0:4) äusserte, inzwischen wieder deutlich optimistischer: «Wir hatten ein gutes Meeting, haben ein paar Sachen fürs Teambuilding getan und hatten am Donnerstag ein sehr gutes Training. Dieses bringt uns zwar noch keine Punkte, aber es ist genau die Einstellung, die wir hier brauchen.»

Happiges Startprogramm

Wichtig ist der Start – ein gutes erstes Wochenende. Gegen die starken Russen wird im Startspiel am Freitag wohl nicht viel zu holen sein. Anders sieht es am Samstag gegen die keineswegs übermächtige USA aus. «Ein positives Erlebnis zum Auftakt gibt Selbstvertrauen», ist sich auch Erfolgscoach Simpson vor seiner letzten Mission mit der Schweiz bewusst.

Das Ziel ist wie immer das Erreichen der Viertelfinals. Dafür muss man realistischerweise Kasachstan, Deutschland, Weissrussland und Lettland hinter sich lassen. Eine anspruchsvolle, aber machbare Aufgabe. Und das bleibt auch so, obwohl die Vorzeichen vor dieser WM alles andere als ideal sind.

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