«ScorpionRacer»: Start-up erobert den Markt

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«ScorpionRacer»Start-up erobert den Markt

«ScorpionRacer» heisst ein neues Hightech-Sportgerät. Damit will ein Schweizer Jungunternehmen im kommenden Winter endgültig für Aufsehen sorgen.

von
Markus Arnold
Jungunternehmer Reto Girsberger will mit dem Scorpion den Wintersportmarkt neu aufmischen. (Bild: PD)

Jungunternehmer Reto Girsberger will mit dem Scorpion den Wintersportmarkt neu aufmischen. (Bild: PD)

Wer in der vergangenen Wintersaison in Davos, Klosters oder Saas-Fee auf den Pisten unterwegs war, dürfte sich über extrem agile, bionische Schlitten gewundert haben: «ScorpionRacer» heisst das neue Fun-Sportgerät der Schweizer Einzelfirma ReaceGear. Es ist extrem wendig und bietet sowohl im Winter auf Kufen als auch im Sommer auf Rollen ein neuartiges Sporterlebnis.

Gründer und Inhaber von RaceGear ist Reto Girsberger. Nach einer zweijährigen Aufbauphase lancierte er im vergangenen Winter den Hightechschlitten. Mit ansehnlichem Erfolg: Einige Wintersportdestinationen vermieteten das neue Sportgerät. Und im ScorpionRacer-Webshop herrscht reger Betrieb. Auch neue PR-Kanäle werden genutzt: So verfügt der ScorpionRacer auf Facebook über eine Fangruppe und auf Youtube existieren verschiedene Filme über das neue Sportgerät. «Händleranfragen und Anfragen potenzieller Lizenznehmer bestätigen die Marktakzeptanz», so Reto Girsberger, der als Konstrukteur auch für die Rüstungsindustrie tätig war. «Skoda hat gar eine Sonderserie des ScorpionRacer in Skoda-Farben geordert.»

Der 41-jährige Produktdesigner ist nicht auf sich allein gestellt. Im Bereich Marketing und Verkauf kann er auf die Unterstützung seiner Geschäftspartnerin Christina Seeholzer zählen. Beim Aufbau der Firma hatte er zudem bei einem Coaching-Programm des Bundes mitgemacht.

Das ist ein richtiges Vorgehen, findet Marc Hamburger, Geschäftsleiter des StartZentrum Zürich, das Jungunternehmen berät und unterstützt: Ein guter Unternehmer kenne seine eigenen Stärken und kompensiere seine Schwächen, indem er andere Leute ins Boot holt. «Man darf nicht das Gefühl haben, alles selber machen zu können», betont er. Marc Hamburger empfiehlt auch, einen Businessplan zu erstellen mit Überlegungen zu Strukturen und Finanzierung. Nach einer Marktanalyse kann dann die Firma gegründet und in den Markt getreten werden.

Eine grosse Hürde ist die Finanzierung. In den allermeisten Fällen gehören Familienmitglieder und Freunde zu den Geldgebern. Ein junges Unternehmen sollte mindestens sechs Monate mit den eigenen finanziellen Ressourcen überleben können, lautet eine Faustregel.

Nun will Reto Girsberger mit RaceGear durchstarten. So werden derzeit mögliche Lizenznehmer zur Ausdehnung der Produktion und zum Vertrieb des Racers evaluiert. In Zukunft möchte sich RaceGear auf die Weiter- und Neuentwicklung von innovativen Freizeit- und Sportgeräten konzentrieren.

www.seminare.ch/start-up-info.html

www.racegear.ch

www.scorpionracer.ch

Start-up-Tipps für Jungunternehmen

- Geben Sie sich nicht mit der erstbesten Idee zufrieden.

- Sorgen Sie für eine ausreichende Finanzierung.

- Erstellen Sie einen Businessplan.

- Definieren Sie eine Vision, wie sich die Firma in x Jahren präsentieren soll.

- Suchen Sie sich Personen, mit denen Sie zusammenarbeiten können. Oder gar einen Mentor.

- Nutzen Sie Netzwerke, um sich auszutauschen.

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