50 Megapixel: Start-up macht Handy zum Adlerauge

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50 MegapixelStart-up macht Handy zum Adlerauge

Statt auf eine Kamera setzt das Start-up Light auf viele Linsen. Damit sollen ab 2016 Smartphones Fotos mit über 50 Megapixel Auflösung schiessen.

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tob
Mehr Linsen = mehr Megapixel: Das Start-up Light will die Qualität von Smartphone-Fotos verbessern. (Bild: Light.co)

Mehr Linsen = mehr Megapixel: Das Start-up Light will die Qualität von Smartphone-Fotos verbessern. (Bild: Light.co)

Das amerikanische Start-up Light will offensichtlich das Megapixel-Rennen bei Smartphone-Kameras gewinnen. Die Light-Kamera soll Bilder mit 52 Megapixeln schiessen. Geht es nach dem CEO Dave Grannan, sollen erste Mobiltelefone bereits 2016 mit den eigenen Kameras ausgerüstet werden. Ein Deal mit dem chinesischen Hersteller Foxconn, der auch iPhones und Samsung-Handys baut, werde nächste Woche angekündigt, berichtet das Onlineportal des Massachusetts Institute of Technology.

Im Gegensatz zu heutigen Smartphones will das Start-up die Telefone mit mehreren Linsen bestücken, die mit je einem Bildsensor gekoppelt werden. Wenn man ein Foto schiesst, soll der Linsen-Cluster gleichzeitig auslösen und das Bild danach im Hintergrund zusammensetzen. Die Entwickler glauben, auf diese Weise die Qualitäten einer Spiegelreflexkamera mobiler zu machen und ins Handy zu integrieren. Auch soll ein optischer Zoom möglich sein.

Der Haken: Die Produktion ist teuer – die Linsen kosten zusammen 50 Dollar. Fraglich ist auch, was es einem bringt, wenn man plötzlich ein Selfie mit 50-Megapixel-Auflösung hat. Denn die Datei wird entsprechend viel Speicher auf dem Smartphone benötigen. Das Konzept stiess bei Investoren auf offene Ohren: Im letzten Jahr bekam Light knapp zehn Millionen Dollar zugesprochen.

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