Kooperation: Start-ups wetzen Schweizer Messer

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KooperationStart-ups wetzen Schweizer Messer

Doodle, Memonic und Wuala bieten ab sofort ein Drei-für-Zwei-Paket namens eKnife an. Eine echte Kombination ihrer Angebote wird nicht ausgeschlossen.

von
hst
eKnife: Memonic-Gründer Dorian Selz arbeitet mit Doodle und Wuala zusammen.

eKnife: Memonic-Gründer Dorian Selz arbeitet mit Doodle und Wuala zusammen.

Die Zürcher Start-ups Memonic, Doodle und Wuala bieten ab heute und bis zum 31. Dezember ein Bundle namens eKnife an. Nutzer erhalten drei Premium-Accounts zum Preis von zweien. Dafür kann man so viele Memos erstellen wie man möchte, kann Doodle werbefrei nutzen und erhält bei Wuala zehn Gigabyte Online-Speicher. Kaufen kann man das Drei-für-Zwei-Paket über eknife.ch für 59 Franken.

Als in der vergangenen Woche die Einladung zur Web-Medienkonferenz versandt wurde, hatte netzwertig.com über eine Lösung spekuliert, welche die drei Services kombiniert. Nun ist klar, dass dies vorerst nicht geplant ist.

«Wenn diese Idee vom digitalen Schweizer Sackmesser verfängt, könnten wir noch weiter gehen», sagte Memonic-Chef Dorian Selz im Gespräch mit 20 Minuten Online. Man könnte die Dienste nicht nur zusammen kaufen, sondern auch gemeinsam nutzen. Auch die Zusammenarbeit mit weiteren Firmen wollte er nicht ausschliessen. «Uns fällt bloss momentan kein Schweizer Start-up ein, mit dem wir kooperieren können.» Entstanden sei die Idee für eKnife aus einer Twitter-Konversation mit @leumund, @bloggingtom und @michelrossier.

Einige Hundert zahlen

Angebote wie Doodle und Memonic könnten leicht von Anbietern wie Facebook, Google und Microsoft in ihre Angebote integriert werden. «Ich kann natürlich nur für uns sprechen, wenn ich sage, dass dies für Memonic momentan keine Option ist. Es wäre aber auch vermessen daran zu denken, schliesslich hat unser Konkurrent Evernote mit dem englischsprachigen den deutlich grösseren Markt im Visier und zudem die räumliche Nähe zum Silicon Valley», sagte Selz, dessen Unternehmen seit dem Start im November 2009 mehrere 10 000 Nutzer gewonnen hat. Einige Hundert zahlen für das Angebot.

«Ich habe die erste Jahreshälfte damit verbracht, eine Million Franken aufzutreiben, daher konnten wir nicht viel ins Marketing investieren», erklärte Selz, der zu den Gründern von local.ch zählt. Investieren will er unter anderem in ein Angebot für Verlage. Deren Nachrichtenseiten könnten ihren Besuchern anbieten, sich über Memonic eigenen Artikelsammlungen anzulegen, die sich überdies aus Smartphones exportieren lassen. Ausserdem will man an Unternehmen und Organisationen herantreten. «Es gibt zum Beispiel beim World Economic Forum eine eigene Abteilung, die sich damit beschäftigt, Informationen wie Videos, Artikel und Bilder zu einem Thema zu sammeln und aufzubereiten. Solche Nutzer sind potenzielle Kunden», sagte Selz.

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