Startschuss für Armee
Aktualisiert

Startschuss für Armee

Mit Pauken und Trompeten wird in Bern die Armee 95 in die Armee XXI übergeführt.

Zum Festakt im Eisstadion «Bern-Arena» wurden 4.400 Kommandanten und Fähnriche der Armeen 95 und XXI aufgeboten. Bundesrat Samuel Schmid betonte im Eissstadion vor über zehntausend Menschen, dass die Armee dem Volk gehöre und wegen des Volkwillens existiere. Alle Feldzeichen der alten und neuen Armee zogen vorbei.

Zum Festakt im Eisstadion «Bern-Arena» wurden 4.400 Kommandanten und Fähnriche der Armeen 95 und XXI aufgeboten. Mehrere Dutzend Fanfarenbläser begrüssten die 1.300 geladenen Gäste aus Militär, Politik und Wirtschaft sowie die gut 5.000 Bürgerinnen und Bürger, die sich den Anlass für zehn Franken Eintritt nicht entgehen lassen wollten. Das Schweizer Armeespiel unter der Leitung von Christof Walter spielte auf. Ein Tambourengruppe trat auf, und der Chor «Compania Rossini» aus Chur gab die Ouvertüre von «Wilhelm Tell» zum Besten.

«Von vielen Fahnen nehmen wir heute Abschied. Wir sind dankbar für das, was unter diesen Fahnen ganz selbstverständlich geleistet worden ist», sagte der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) vor dem Vorbeimarsch der alten und neuen Feldzeichen. Er dankte all jenen, die der Armee in gefahrvollen wie in ruhigeren Zeiten gedient haben und noch dienen werden. Am vergangenen 18. Mai hätten 76 Prozent der Stimmenden Ja gesagt zur tiefgreifenden Reform der Armee und damit auch ihre Aufträge bestätigt, sagte Schmid gemäss vorab veröffentlichtem Redetext.

Die Milizarmee sei kleiner und flexibler und den neuen Gefahren angepasst worden. Schmid nannte dabei Extremismus, Terrorismus und die Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen. Zugleich sei eine Anpassung an die neuen Herausforderungen im Bereich der Inneren Sicherheit und der subsidiären Unterstützung der zivilen Behörden erfolgt. Dazu komme die Friedensförderung im Ausland durch freiwillige Armeeangehörige. Angesichts der aktuellen Weltlage stehe nicht mehr die Verteidigung des Landes im klassischen Sinne im Vordergrund. Wenn es die Unbill der Zeit erfordern sollte, werde die Verteidigungsfähigkeit deutlich erhöht, sagte Schmid.

Korpskommandant Christophe Keckeis betonte, dass die Armee Sicherheit in allen Lagen produziere und der Bevölkerung mit ihren exklusiven Mitteln jederzeit und innert Stunden zur Verfügung stehe. Er betonte auch das Engagement im Ausland, wo die Armee in bester Schweizer Tradition und Eigenart wertvolle Beiträge zur Friedensförderung im internationalen Rahmen leiste.

(dapd)

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