Aktualisiert 28.12.2019 09:46

Ilanz/Glion GRStatt Bussen wurden Weihnachtsgrüsse verteilt

Während die Parksünder in Wil auch an Heiligabend gebüsst wurden, zeigt die Gemeindepolizei Ilanz/Glion GR, dass es auch anders gehen kann.

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del
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Als eine Leser-Reporterin zu ihrem Auto zurückkehrte, entdeckte sie anstelle einer Busse eine Ermahnung.

Als eine Leser-Reporterin zu ihrem Auto zurückkehrte, entdeckte sie anstelle einer Busse eine Ermahnung.

Leser-Reporter
«Polizisten machen ja auch nur ihren Job, aber es ist echt toll und sympathisch, das einmal zu dulden und an diesem Tag die Parksünder nicht zu büssen», erzählt sie

«Polizisten machen ja auch nur ihren Job, aber es ist echt toll und sympathisch, das einmal zu dulden und an diesem Tag die Parksünder nicht zu büssen», erzählt sie

Leser-Reporter
Wie der Gemeindeschreiber Michael Spescha erklärt, muss die Sicherheit das ganze Jahr über gewährleistet werden. «Mit der Aktion konnten wir Kontrollen durchführen und und waren präsent, trotzdem wurden keine Parkbussen ausgesprochen.»

Wie der Gemeindeschreiber Michael Spescha erklärt, muss die Sicherheit das ganze Jahr über gewährleistet werden. «Mit der Aktion konnten wir Kontrollen durchführen und und waren präsent, trotzdem wurden keine Parkbussen ausgesprochen.»

Leser-Reporter

In Wil nervten sich eine Mutter und ihre Tochter über eine Busse, die sie während des Gottesdienstes an Heiligabend erhalten haben, weil sie vergessen hatten, Parkgebühren zu zahlen. Ihnen sei klar gewesen, dass man sich das ganze Jahr über an die Strassenverkehrsordnung halten müsse: An Weihnachten könne doch auch mal eine Ausnahme gemacht werden.

Ein Auge zugedrückt hat dieses Jahr die Gemeindepolizei Ilanz/Glion. Als eine Leser-Reporterin am 24. Dezember zu ihrem Auto zurückkehrte, entdeckte sie an ihrem Auto nicht etwa eine Busse, sondern lediglich eine Ermahnung. Auf dem Zettel stand: «Wir haben festgestellt, dass Sie eine Übertretung begangen haben. Da nun aber bald Weihnachten ist, sehen wir am 24. Dezember 2019 von weiteren Massnahmen ab und belassen es bei einer Ermahnung. Frohe Festtage und alles Gute im 2020». Dazu meint die Leser-Reporterin: «Polizisten machen ja auch nur ihren Job, aber es ist echt toll und sympathisch, das einmal zu dulden und an diesem Tag die Parksünder nicht zu büssen.»

50 solcher Weihnachtsgrüsse verteilt

Wie Gemeindeschreiber Michael Spescha erklärt, sind die Ermahnungen nur bei Parküberschreitungen verteilt worden. «Bei gröberen Verstössen, die sicherheitsrelevant waren, wurden trotzdem Bussen verteilt.» Rund 50 solcher «Weihnachtsgrüsse» seien am 24. Dezember in der Gemeinde verteilt worden.

Die Ermahnungen seien als Sympathieaktion verteilt worden, da die Gemeindepolizei bezüglich Parkbussen in letzter Zeit oftmals zu Diskussion Anlass gegeben habe. «Um die Weihnachtszeit wollten wir die Anzahl der Bussen reduzieren, trotzdem muss die Sicherheit gewährleistet werden», erklärt Spescha. «So konnten wir Kontrollen durchführen und und waren präsent, trotzdem wurden keine Parkbussen ausgesprochen.» Die Reaktionen auf die Aktion seien positiv gewesen.

Blumen oder höflicher Brief für Falschparkierer

Es ist nicht das erste Mal, dass Falschparkierer über die Festtage von einer Busse verschont blieben. So auch vor drei Jahren: In Uznach bekamen die Falschparkierer kurz vor Heiligabend anstatt einer Busse eine Blume mit einer kleinen Notiz. «Eigentlich müssten wir Ihnen eine Parkbusse ausstellen, da nun aber bald Weihnachten ist, bekommen Sie eine Blume», schrieb die Polizei dazu.

Währenddessen erhielten Parksünder in Genf einen mit Christbaumkugeln verzierten Zettel. In der Mitte prangte das Bild einer «Bûche de Noël» – eines französischen Weihnachtskuchens. Der Betreffende wurde zudem auf sein Fehlverhalten aufmerksam gemacht und höflich gebeten, in Zukunft doch etwas aufmerksamer zu sein.

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