12.10.2020 07:55

Schweizer BIP Statt um 6,2 schrumpft die Wirtschaftsleistung nur um 3,8 Prozent

Der Einbruch der Schweizer Wirtschaft nach dem Corona-Lockdown fällt gemäss Einschätzung der Ökonomen des Bundes deutlich geringer aus als noch vor ein paar Monaten erwartet. Entsprechend dürfte auch die Arbeitslosenquote weniger stark steigen als befürchtet.

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Die Corona-Pandemie dürfte die Schweizer Wirtschaft weniger hart getroffen haben als befürchtet. 

Die Corona-Pandemie dürfte die Schweizer Wirtschaft weniger hart getroffen haben als befürchtet.

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Mit der Lockerung der gesundheitspolitischen Massnahmen habe Ende April eine zügige Aufholbewegung der Schweizer Wirtschaft eingesetzt, teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Montag mit.

Mit der Lockerung der gesundheitspolitischen Massnahmen habe Ende April eine zügige Aufholbewegung der Schweizer Wirtschaft eingesetzt, teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Montag mit.

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Sowohl die Konsum- als auch die Investitionsnachfrage hätten im zweiten Quartal die Erwartungen übertroffen. Und die Kurzarbeit sei deutlich weniger stark in Anspruch genommen worden als noch im Juni erwartet.

Sowohl die Konsum- als auch die Investitionsnachfrage hätten im zweiten Quartal die Erwartungen übertroffen. Und die Kurzarbeit sei deutlich weniger stark in Anspruch genommen worden als noch im Juni erwartet.

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Darum gehts

  • Bundesökonomen sehen für 2020 geringeren Wirtschaftseinbruch
  • Die Prognose wurde deutlich angepasst.
  • Statt ums 6,2 schrumpft die Schweizer Wirtschaftsleistung 2020 nur um 3,8 Prozent.
  • Auch die Arbeitslosenquote soll sinken.

Mit der Lockerung der gesundheitspolitischen Massnahmen habe Ende April eine zügige Aufholbewegung der Schweizer Wirtschaft eingesetzt, teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Montag mit. Sowohl die Konsum- als auch die Investitionsnachfrage hätten im zweiten Quartal die Erwartungen übertroffen. Und die Kurzarbeit sei deutlich weniger stark in Anspruch genommen worden als noch im Juni erwartet.

Konkret rechnet die Expertengruppe des Bundes für das laufende Jahr 2020 noch mit einen Einbruch des realen Bruttoinlandproduktes (BIP) um 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei der letzten offiziellen Prognose im Juni waren die Bundesökonomen noch von einem Minus von 6,2 Prozent ausgegangen. Vor rund einem Monat setzte das Seco dann allerdings diese Prognose bereits etwas hinauf auf «rund -5%».

Bessere Perspektiven im Arbeitsmarkt

Kurz nach dem Lockdown Mitte März war gar noch ein deutlich schärferer Einbruch erwartet worden. So war das Seco Ende April – also noch während des Lockdowns – von einem BIP-Rückgang um 6,7 Prozent ausgegangen.

Auch die Perspektiven für den Arbeitsmarkt haben sich in den letzten Monaten deutlich verbessert. Die Arbeitslosigkeit wird im Durchschnitt 2020 noch bei 3,2 Prozent erwartet, nachdem im Juni noch ein Wert von 3,8 Prozent prognostiziert worden war. Allerdings hatte das Seco auch hier bereits vor Monatsfrist eine Anpassung der Prognose angedeutet und einen Wert von unter 3,5 Prozent genannt.

(SDA, FSS)

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100 Kommentare
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stephan

13.10.2020, 19:13

Gut. Dies weil die Regierung nicht den Hysterikern auf den Leim gegangen ist und einen Soft-lockdown beschlossen hat. Verspielt diesen Vorteil jetzt nicht mit weiteren Lockdown-spielchen!

Opa70

13.10.2020, 17:16

Der Jubel kommt zu früh....

Beobachter

13.10.2020, 16:38

Leider werden immer noch ältere Arbeitskräfte arbeitslos und oder links liegen gelassen. Vor allem die wollen arbeiten und könnten.