Stattgewalt: Rollenspiele in Aesch für mehr Zivilcourage

Aktualisiert

Stattgewalt: Rollenspiele in Aesch für mehr Zivilcourage

Gewalt ist überall: Die Gemeinde Aesch lud zu einem Rundgang ein, an dem Gewalt inszeniert wurde. Eingreifen war dringend gefordert.

«He, was schaust du meiner Freundin auf den Arsch»: Ein solcher Spruch und schon eskaliert die Situation. Ein aufgebrachter Mann beginnt, einen Strassenputzer zu verdreschen. «Stop», ruft der Moderator des Stattgewalt-Rundgangs, Andi Geu, und die Schauspieler der Theatergruppe Konfliktüre halten inne.

Ein szenischer Rundgang durch Aesch zog am Samstag rund 20 Personen an, die in Sachen Zivilcourage und Konfliktmanagement etwas für den Alltag dazulernen wollten. Bei den drei Gewaltszenarien, an denen der Rundgang vorbeiführte, konnten die Teilnehmer ins Geschehen eingreifen und versuchen, den Konflikt zu lösen. Das Ziel: Zivilcourage zu üben.

Gemeindepräsidentin Marianne Hollinger war begeistert. Es gebe zwar kein Gewaltproblem in Aesch, doch sei man ja auch woanders unterwegs. Der Rundgang kam auch bei den anderen Teilnehmern gut an. Viel gelernt habe er, sagt der 15-jährige Andreas. Auch die Theatergruppe war beeindruckt. «Die Aescher sind sehr couragiert», lobt Schauspielerin Ann Klemann.

Lukas Hausendorf

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