Stau nach dem Skiausflug: Avanti-Streit im Oberland
Aktualisiert

Stau nach dem Skiausflug: Avanti-Streit im Oberland

Vom Skilift in den Stau: Grossrat Kurt Anderegg (FDP) warnt die Skitouristen vor mehr Staus, wenn sie den Avanti-Gegenvorschlag ablehnen. Touristiker widersprechen.

«Wird die Vorlage abgelehnt, ist das hemmend für den Tourismus», warnt Grossrat Kurt Anderegg (FDP). Die Zufahrten zu den Tourimusorten könnten nicht weiter ausgebaut werden. «Schon jetzt steht man nach dem Skiausflug nach Grindelwald ab Zweilütschinen im Stau. Das nervt.» Er versteht nicht, warum die Touristiker nicht stärker für die Vorlage vom 8. Februar weibeln. Anderegg will jetzt noch mit einem Flyer für die Vorlage werben.

Denn richtig bitter wird es für die Touristen aus dem Unterland, wenn sie auch noch auf der A1 anstehen müssen. Wie fast an jedem Wochenende. «Es stimmt, vor allem in der Ferienzeit haben wir Staus ab Härkingen Richtung Bern und umgekehrt», sagt Urs Eggenschwiler von der Polizei Kanton Solothurn. «Unsere Gäste haben kein Problem, zu uns zu kommen», sagt aber Grindelwalds Tourismusdirektor Sammy Salm. Andere Touristiker bestätigen: Reklamationen wegen Staus gebe es kaum.

«Man weiss nicht so genau, auf was man sich bei der Avanti-Abstimmung einlässt», sagt Norbert Riesen von der Volkswirtschaftskammer Berner Oberland. Aber: «Die Auswirkungen auf das Oberland sind bescheiden.»

Daniel Barben/Philipp Probst

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