Staus an der Grenze zu Deutschland

Aktualisiert

Staus an der Grenze zu Deutschland

Wegen den verschärften deutschen Grenzkontrollen kommt es immer noch täglich ab 17.00 Uhr zu Staus an der Schweizer Grenze zu Deutschland.

Betroffen sind vor allem deutsche Grenzgänger in Basel.

Die deutsche Seite habe ihr Personal verstärkt, und Mitte der vergangenen Woche sei eine «Linderung» eingetreten, erklärte am Montag Patrick Gantenbein vom Grenzwachtkommando I in Basel auf Anfrage. Die Situation sei besser als vor zwei Wochen, aber schlechter als vor Einführung der verschärften Kontrollen.

«Es hat sich etwas eingespielt, es gibt nicht mehr die extremen Staus vom Anfang», sagte der Sprecher. Aber an den Wochentagen ab 17.00 Uhr bildeten sich auf der Autobahn und an kleinen Übergängen in relativ kurzer Zeit Rückstaus. Vorab der Süd-Nord-Verkehr mit den deutschen Grenzgängern auf dem Nachhauseweg sei betroffen.

Keine Besserung in Sicht

Eine weitere Besserung sieht Gantenbein nicht am Horizont: «Die Deutschen kommen an die Grenze der Anlage», also der dreispurigen Autobahn. Wenn sie ihre Kontrollen im Rahmen der Einführung des Schengen-Raums noch beschleunigen wollten, «müssten sie die Autobahn vergrössern».

Auffallend sei zudem, dass es eine starke Präsenz des deutschen Grenzschutzes und des deutschen Zolls auch an kleinen Übergängen gebe, sagte Gantenbein.

Von den Ostschweizer Grenzübergängen sind noch deren drei von den verschärften Kontrollen betroffen: Kreuzlingen, Thayngen und Rafz, wie Sandro Brägger, Sprecher des Grenzwachtkommandos II in Schaffhausen, auf Anfrage sagte. Es komme zu Staus mit bis zu 20 Minuten Wartezeit. Die Situation sei «mühsamer» als vor Einführung der verschärften Kontrollen.

Flüssig nach Frankreich und Italien

An den Grenzübergängen zu Frankreich wurden auch am Montag keine verschärften Kontrollen festgestellt. Im Gebiet Genf, wo Frankreich seine Kontrollen im Zuge der Terrorbekämpfung in der letzten Woche verschärft hatte, war die Verkehrslage weiterhin normal.

Die französischen Zöllner würden nur sporadische Kontrollen durchführen, erklärte ein Sprecher des Grenzwachtkommandos in Genf auf Anfrage. Keine Problemmeldungen gab es auch von den Übergängen zu Italien, das seit einigen Tagen aus Angst vor Terroranschlägen ebenfalls strengere Kontrollen durchführt.

(sda)

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