Eurovision Song Contest: Stefan sucht den Eurostar
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Eurovision Song ContestStefan sucht den Eurostar

Einmal mehr will TV-Talkmaster Stefan Raab beim Eurovision Song Contest mit seinem Star einen der ersten zehn Plätze erreichen. Dazu startet er eigens eine Castingshow.

von
obi

In der Castingshow «Unser Star für Oslo» wird ein Künstler gesucht, der in Norwegen mit seinem Lied punkten kann. In den letzten Jahren belegte Deutschland nur magere hintere Plätze. Sei es die DSDS-Kandidatin Gracia Bauer, die 2005 in Kiew 2005 mit «Run & Hide» den letzten Platz belegte oder Alex Swings Oscar Sings im letzten Jahr mit «Miss Kiss Kiss Bang» auf Rang 20 von 25.

Raabs bisherige Eurovisions-Kandidaten schnitten deutlich besser ab: Guildo Horn erreichte 1998 mit dem Raab-Song «Guildo hat euch lieb!» den siebten Platz, Raab selbst anno 2000 mit «Wadde hadde dudde da?» den fünften Platz der Schlussrangliste.

«Der Eurovision Song Contest ist medial ein unglaubliches Pfund», so Raab, «aber als eine der grössten Shows der Welt ist er immer stiefmütterlich behandelt worden, weil der Vorentscheid aus nur einer Sendung bestand. Jetzt lernt das Publikum seinen Star für Oslo in acht Shows kennen».

Auch mit seiner Show «Stefan sucht den Super-Grand-Prix-Star» schaffte Raab, was Roger Cicero, die No Angels und Texas Lightning vergeblich versuchten. Sein Gewinner Max Mutzke gewann den deutschen Vorentscheid und erreichte immerhin Platz acht beim ESC im Jahr 2004.

«Es ist der falsche Weg, wie letztes Jahr mit Dita von Teese eine US-Stripperin zu schicken, die für viel Geld zugekauft wird. Das wirkt unsympathisch, nach dem Motto: Die Deutschen kaufen sich einen Superstar und versuchen, einen auf dicke Hose zu machen», so der Entertainer im Interview mit der Zeitschrift «TV Digital», «mein Ziel sind die Top Ten».

Die deutsche Eurovisions-Misere der letzten Jahre erinnert sehr an das Abschneiden der Schweizer Kandidaten, die nur allzu oft «La Suisse – zéro points» hören mussten. Die Lovebugs, DJ Bobo und Paolo Meneguzzi schafften es nicht über die Halbfinals hinaus. 2010 geht die Schweiz mit dem Chansonnier Michael von der Heide ins Rennen.

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