Stefanie: Kleine Walliserin ganz gross bei Raab
Aktualisiert

Stefanie: Kleine Walliserin ganz gross bei Raab

Die 18-jährige Stefanie Heinzmann aus Eyholz im Wallis gilt als Favoritin auf den Sieg im Final von Stefan Raabs Casting-Show «SSDSDSSWEMUGABRTLAD». Vor den übrigen Konkurrenten hat sie weniger Angst als vor ihrem nächsten Auftritt, wie sie gegenüber 20minuten.ch erklärt.

Nach der vierten Finalsendung von «SSDSDSSWEMUGABRTLAD» (Stefan sucht den Superstar, der singen soll, was er möchte und gerne auch bei RTL auftreten darf) trennen die quirlige Walliserin, deren Markenzeichen ein Rosenkranz ist, nur noch drei Shows von einem möglichen Sieg in der wohl realitätsnahesten Casting-Show des deutschsprachigen Fernsehens. Realitätsnah deshalb, weil die Kandidaten und Kandidatinnen dieser Sendung wahre Stimmtalente sind und ohne doppelten Boden agieren müssen. Und - wie die Show zeigt - können sie es auch. Die Teilnehmer dürfen zudem ihre Songs für den Auftritt selbst auswählen und werden nicht von einer Plattenfirma via Song-Katalog ferngesteuert.

Sympathien für die Konkurrenz

Stefanie gilt unter den vier Finalisten als grosse Favoritin für den Sieg. Sie selbst will oder kann ihre Chancen nicht festlegen und sagt gegenüber 20minuten.ch: «Das ist schwer zu sagen. Das sind vier Leute, die ich überhaupt nicht einschätzen kann.» Jedoch kann sie ihren stärksten Konkurrenten gut (ein-)schätzen: «Gregor ist für mich als Musiker und Sänger der beste. Ich liebe seine eigenen Songs und mag ihn voll», schwärmt Stefanie von dem Kollegen.

Trotz des Hypes um ihre Person scheint die 18-Jährige auf dem Boden geblieben zu sein. Für den Fall, dass es mit «SSDSDSSWEMUGABRTLAD» nicht klappt, sieht sie kein Problem darin, ihren bisherigen Weg weiterzugehen. Sie weiss, dass sie «sicher mal die Schule weiterbesuchen wird.» Stefanie ging bis zu ihrem musikalischen Überraschungserfolg auf die HSK (Mittelschule für Sportler und Künstler) und hätte bis zum Abschluss noch knapp drei Jahre vor sich. Die Schule kommt ihr auch entgegen, wenn sie im Dienste von Pro7 unterwegs ist, und gibt ihr grosszügigerweise frei. Den Stoff muss die Sängerin dann in den Ferien nachholen.

Ruhige Weihnachten, Vollgas an Neujahr

Auf die Frage, was sich für sie im Alltag geändert hat, antwortet Stefanie wie aus der Pistole geschossen: «Ich schlafe mehr. Viel mehr.» In ihrem Heimatdorf im Wallis sprechen sie «vor allem Erwachsene» auf die Sendung an. «Die Jungen schauen einfach, trauen sich wahrscheinlich nicht, mich anzusprechen», sagt das Gesangstalent.

Nach all den Strapazen der letzten Wochen sieht die bescheidene Walliserin mit der grossen Stimme deshalb der Weihnachtszeit mit grosser Vorfreude entgegen. Will sie doch dann «mit der Familie abhängen.» Lange kann Stefanie das Nichtstun jedoch nicht geniessen. Bereits zum Jahreswechsel tritt sie in der grossen Silvester-Show von Pro7 auf.

Und ab 6. Januar muss sie wieder bei Stefan Raab zeigen, was sie drauf hat. Und da kommt ihr grösstes Handicap ins Spiel: das Lampenfieber. «Ich habe mehr Angst vor der Sendung und dem Auftritt als vor meiner Konkurrenz», gibt Stefanie zu. Doch bisher konnte sie die Jury trotz ihrer Ängste überzeugen. Und wenn alles klappt, winken Stefanie am 10. Januar ein Plattenvertrag und ein Live-Auftritt in der Wettbewerbs-Show «Schlag den Raab». Das wäre zwar ein verspätetes, aber dafür ein umso schöneres Weihnachtsgeschenk.

Hintergrund: Ein Rebell

DSDS-Rebell Max Buskohl war der Auslöser für Raabs Casting-Wettbewerb: Der 18-Jährige stieg nach musikalischen Differenzen bei «Deutschland sucht den Superstar» aus. RTL untersagte ihm danach, in der Show von Stefan Raab aufzutreten. Deshalb entschied sich der Moderator, eine Casting-Show zu machen, in der die Kandidaten nicht nur selbst bestimmen, welche Musik sie machen, sondern auch, wo sie damit auftreten wollen, inklusive bei RTL.

Autor: Manfred Toppel

Stefanie singt bei Raab «It's Love» von Jill Scott. (Quelle: Youtube)

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