Französischer Abgang: Steffens Flucht hinterlässt viele offene Fragen

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Französischer AbgangSteffens Flucht hinterlässt viele offene Fragen

Nach ihrem umstrittenen Verzicht auf weitere WM-Einsätze hat Britta Steffen Schanghai fluchtartig verlassen. Informationen zur überstürzten Heimreise fliessen nur spärlich.

Britta Steffen hat Shanghai überstürzt verlassen. (Bild: Keystone)

Britta Steffen hat Shanghai überstürzt verlassen. (Bild: Keystone)

Die Doppel-Olympiasiegerin von 2008 flog nach dem Verzicht auf weitere WM-Rennen vorzeitig zurück nach Deutschland und warf damit noch mehr Fragen auf als zuvor. «Sie ist auf dem Heimweg», erklärte DSV-Leistungssportdirektor Lutz Buschkow und verweigerte dann alle Antworten: «Dafür hat es verschiedene Gründe gegeben, die ich im Detail nicht erklären werde.»

Auskunftsfreudiger war zwei Stunden später Paul Biedermann. «Was Britta hier abkriegt, hat sie nicht verdient», sagte der Lebensgefährte von Steffen. «Sie hat so viel für den Verband getan, da kann ich einige Aussagen nicht verstehen. Britta wird schon noch zeigen, wo sie steht.»

Buschkow hingegen wollte weder sagen, wer den Entscheid getroffen hatte, noch wann er gefallen war oder warum. «Mehr Informationen wird es bis zum Ende der WM nicht geben», sagte der Chef de Mission der deutschen Mannschaft. Die Flucht der deutschen Vorzeige-Schwimmerin brachte den Verband in arge Unordnung. Einer wusste nicht, was der andere sagte.

Am Freitagmittag war Bundestrainer Dirk Lange noch davon ausgegangen, dass Steffen bis zum WM-Ende beim Team bleiben werde. «Ich mache mir weniger Gedanken über die Leute, die draussen sind, als über die, die noch im Wasser sind», so Lange. (si)

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