Aktualisiert 03.12.2006 11:00

Steffisburg: Sextäter von Schule verbannt

Zwei der acht Jugendlichen, die in Steffisburg eine 14-jährige Schülerin missbraucht haben sollen, werden nicht mehr in Steffisburg zur Schule gehen. Sie werden in ein Time-Out-Camp geschickt.

In Absprache mit den Eltern und der Schulkommission sei für die beiden Jugendlichen nach der Untersuchungshaft ein dreimonatiges Time-Out von der Schule verordnet worden, sagte die Steffisburger Bildungsvorsteherin Ursulina Huder zu einem Bericht des «Thuner Tagblatt» vom Samstag.

Angestrebt werde während dieser Zeit eine Beschäftigung der Jugendlichen in einem Betrieb. Es gestalte sich aber schwierig, eine solche Lösung zu finden, sagte Huder.

Nach dem Time-Out werden die Jugendlichen nicht mehr in Steffisburg zu Schule gehen, unabhängig davon ob sie schuldig gesprochen werden oder nicht. Dies geschehe nicht nur zum Schutz des Opfers, sondern auch der mutmasslichen Täter.

Insgesamt waren nach dem Vorfall in Steffisburg acht Jugendliche und junge Männer im Alter von 15 bis 18 Jahren in Untersuchungshaft genommen worden. Nur zwei von ihnen waren zu diesem Zeitpunkt in Steffisburg schulpflichtig. Bei den mutmasslichen Tätern handelt es sich um sieben Ausländer unterschiedlicher Nationalität sowie einen Schweizer tamilischer Herkunft.

(sda)

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