Stehlen mit präparierten Taschen

Aktualisiert

Stehlen mit präparierten Taschen

Die Schweizer Grenzwache warnt vor Ladendieben mit präparierten Taschen, mit denen sie die elektronische Diebstahlsicherung austricksen.

In letzter Zeit seien mehrere solch raffinierte Diebe festgehalten worden.

Anlass der Warnung ist die Festnahme einer 25-jährigen Frau beim bündnerischen Grenzübergang Müstair, die mit einer speziell präparierten Damenhandtasche unterwegs war. Auch in Basel sei das Phänomen bekannt. «Diese präparierten Taschen werden vor allem von osteuropäischen Kriminaltouristen verwendet», sagt Patrick Gantenbein, Sprecher der Grenzwache Basel.

«Die organisierten Ladendiebe schlagen ihre Taschen mit einer Spezialfolie aus», erklärt Kriminalkommissär Markus Melzl. Auch hätten die Diebe oft adaptierte Zangen dabei, um die Sicherheitsmagnete zu entfernen, oder lösen mit kreditkartengrossen Elektrogeräten Fehlalarm aus, damit die Kumpane ungestört den Laden mit der gestohlenen Ware verlassen können. «Seit es Diebstahlsicherungen gibt, gibt es auch die präparierten Taschen», sagt Globus-Geschäftsführerin Roswitha Ledergerber.

Entsprechend seien die Ladendetektive ausgebildet. «Diebesbanden kommen in Gruppen in den Laden, verteilen sich sofort und konzentrieren sich auf die teure Ware», weiss eine langjährige Ladendetektivin vom Globus.

(lvi)

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