Massnahmen gegen Krawalle: «Stehplätze weg!»
Aktualisiert

Massnahmen gegen Krawalle«Stehplätze weg!»

FIFA-Präsident Sepp Blatter schwankt nach den diversen Ausschreitungen nach Fussballspielen zwischen Traurigkeit und Enttäuschung. Er sieht wegen der Krawalle deutlichen Handlungsbedarf im Schweizer Fussball. Sofort weg müssten die Stehplätze.

Gegenüber der Tagesschau von Schweizer Fernsehen forderte Sepp Blatter am Donnerstag: «Stehplätze weg!». Dies hätten die grossen europäischen Fussballländer längst gemacht. Wer sitze sei ruhiger, als wer stehe.

Adressiert an den neuen Präsidenten des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV), der im Juni gewählt wird, sagte Blatter: «Ich hoffe, dass er sich dieses Problems annimmt und nicht nur sagt, das geht mich nichts an, das ist die Liga. Nein, das ist ein Problem des Schweizer Fussballs.»

Im Ausland keine Stehplätze mehr

Die Schweiz hinke der Entwicklung in anderen Ländern wie beispielsweise England oder Spanien fünf bis zehn Jahre hinterher. Diese hätten die Probleme mit besser organisierten Fanblocks, Erziehung und Stadionverboten gelöst.

Deshalb fordert er die Beteiligten - den Verband, die Ligen und die Klubs - dazu auf, ihre Fans besser zu betreuen. Gerade die Klubs seien dazu verpflichtet.

Gleichzeitig hätten die Hooligans nichts mit Fussball zu tun. Sie suchten nicht in erster Linie die Konfrontation mit anderen Klubs oder Fans, «sie suchen die Konfrontation mit der Polizei». Wegen der grossen Medienpräsenz nutzten sie die Plattform des Fussballs, um gesehen zu werden. Das sei ein soziales Problem, so Blatter

(sda)

Deine Meinung