Aktualisiert 18.04.2019 11:54

Ex-BachelorSteigt Janosch jetzt nochmals in den Ring?

Der Ex-Fighter und Ex-Bachelor Janosch Nietlispach verbringt auffällig viel Zeit beim Boxtraining. Plant er den Rücktritt vom Rücktritt?

von
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Im Video gibt Janosch Einblick ins Training – und Freundin Kri haut ebenfalls auf den Boxsack, mit schmerzhaften Folgen. (Video: Tamedia/Wibbitz)

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Seit einigen Tagen häufen sich die Videos in Janosch Nietlispachs (30) Insta-Storys: Der fünffache Kickbox-Weltmeister schlüpft wieder regelmässig in seine Wettkampfausrüstung und drischt auf Boxsäcke und Sparringpartner ein.

Dabei hatte Janosch im Juni 2017 nach einer im doppelten Wortsinn schmerzhaften Niederlage gegen Petar Majstorovic (44) seinen Rücktritt gegeben. Das Boxen rückte schnell in den Hintergrund: Coaching, Crossfit, Influencen, Chillen mit Freunden und Zweisamkeit mit Freundin Kristina (24) bestimmten seinen Alltag – und seinen Insta-Feed.

Janosch geht gegen Petar zu Boden

Video: Alice Grosjean, Interview: Andreas Hauri

Ein Zusammenschnitt von Janoschs letzten Fight im Juni 2017. (Video: 20 Minuten)

Die Krise

Warum trainiert der Zuger jetzt wieder? Die neue Kampflust wuchs aus einem Tief. «2018 war teils ein schwieriges Jahr für mich, ich war nicht richtig glücklich. Ich habe sehr viel gearbeitet und Energie in alles Mögliche investiert, aber nicht in mich.»

Denn nach der durchaus erfolgreichen Boxerkarriere, mit der er «nie viel verdient» hat, gibt Janosch beruflich Vollgas. Sein Arbeitseifer belastete auch die Beziehung mit Kri. Oft kommt er abends Stunden nach ihr nach Hause. «Da hatte ich auch immer wieder ein schlechtes Gewissen», sagt Janosch.

Die Selbstfindung

Über Neujahr reiste Janosch als Fitnesscoach mit der Schweizer U-20-Eishockey-Nati nach Kanada an die WM. Weit weg von der Heimat hat er Zeit, nachzudenken. «Ich habe Bücher gelesen, Youtube-Speeches geschaut, meinen Horizont erweitert.»

Die Fragen, die ihn antreiben: «Was ist los, warum bin ich nicht glücklich?» Janosch realisiert, dass die Probleme nicht vom Arbeiten oder aus der Beziehung kommen. Irgendwann dämmert es ihm: «Ich vermisste das Fighten. Der Grund für meine Unzufriedenheit lag bei mir, weil mir etwas gefehlt hat.»

Es sei leicht, Probleme auf andere Personen oder äussere Umstände abzuwälzen, sagt Janosch. Er wisse jetzt: «Man muss zuerst einmal bei sich selbst genau hinschauen.»

Die Lösung

Jetzt kickt Janosch also wieder regelmässig in Boxstudios und Turnhallen. Und spürt seither neue Energie. «Auch der Beziehung tut es gut: Kristina und ich hatten tiefe Gespräche in der letzten Zeit.» Die Rückkehr zum Kampfsport wurde für Janosch also zum befreienden Roundhouse-Kick – für sich selbst und die Beziehung.

Die Zukunft

Ob Janosch wieder einen Ernstkampf bestreiten will, lässt er offen. Freundin Kristina war zuerst skeptisch, was die wieder erwachte Liebe zum Boxen betrifft. Nun geht sie einmal in der Woche mit zum Training.

«Mir machts viel Spass. Es ist ein gutes Workout für den ganzen Körper.» Zurzeit ist sie in Thailand in den Ferien – und geht dort mit ihrem Bruder alle zwei Tage ins Thaibox-Training.

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