Aktualisiert 23.06.2015 11:44

KrisensitzungSteigt Red Bull aus der Formel 1 aus?

Auch nach dem achten Saison-Rennen wartet Red Bull auf den ersten Podestplatz. Der Frust wächst.

von
mr/sco
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Sonntag, 21. Juni 2015Österreich liegt ihm: Nico Rosberg wiederholt seinen Vorjahressieg und verkürzt den Rückstand auf Lewis Hamilton auf 10 Zähler.

Sonntag, 21. Juni 2015Österreich liegt ihm: Nico Rosberg wiederholt seinen Vorjahressieg und verkürzt den Rückstand auf Lewis Hamilton auf 10 Zähler.

Andrej Isakovic
Lewis Hamilton (links) muss sich mit dem zweiten Rang begnügen, Felipe Massa wird Dritter.

Lewis Hamilton (links) muss sich mit dem zweiten Rang begnügen, Felipe Massa wird Dritter.

Mirko Stange
Sauber bleibt erneut ohne Punkte: Felipe Nasr belegt den 11. Schlussrang, Marcus Ericsson wird 13. und damit Zweitletzter.

Sauber bleibt erneut ohne Punkte: Felipe Nasr belegt den 11. Schlussrang, Marcus Ericsson wird 13. und damit Zweitletzter.

Kerstin Joensson

Die Signale, die aus der Red-Bull-Zentrale in Milton Keynes kommen, sind widersprüchlich. Teamchef Christian Horner fordert die Erlaubnis des Automobil-Weltverbandes Fia für Renault (Red Bull, Toro Rosso) und Honda (McLaren), ihre zu schmalbrüstigen Turbo-Motoren nachzubessern.

Offenbar hat Renault neben Problemen mit der Standfestigkeit auch rund 100 PS Rückstand auf die Aggregate von Mercedes und Ferrari. Trotzdem zahlt Red Bull jährlich rund 20 Millionen Euro an Renault. «Ich will mich gar nicht über irgendetwas beschweren», sagt Horner. «Mercedes macht momentan einfach einen Superjob, besser als alle anderen.» Doch der 41-Jährige befürchtet, die Formel 1 könne Schaden nehmen, sollte Mercedes keine ernsthafte Konkurrenz bekommen.

Satte Konventionalstrafe droht

Deutlicher als Horner wird dessen Chef: «Wir verlieren die Lust. wir sind schlechte Edelkomparsen», polterte Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz. Schon am Donnerstag soll es laut der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» zur nächsten Krisensitzung in Milton Keynes kommen. Es gebe keine Tabus, heisst es bei Red Bull, auch über den Rückzug aus der Formel 1 soll gesprochen werden.

Doch das dürfte nicht ganz einfach werden. Red Bull hat einen Vertrag bis 2020, steigt der Rennstall früher aus, soll eine Konventionalstrafe von 500 Mio. Euro fällig werden. Dafür muss man viele Dosen des Energy-Drinks verkaufen.

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