Norwegens Milliardär: Stein Erik Hagens Kinder kommen nach Zürich

Aktualisiert

Norwegens MilliardärStein Erik Hagens Kinder kommen nach Zürich

Der zweitreichste Mann Norwegens kommt nicht in die Schweiz. Nur die Kinder des Milliardärs Stein Erik Hagen ziehen nach Zürich. Aber: Sie bringen fast zwei Drittel des Besitzes mit. Sie wählten Zürich, weil es sicher und firmenfreundlich ist und in der Nähe von Skipisten und Wäldern liegt.

von
ann

Stein Erik Hagen (53) kommt nicht nach Zürich – oder sollte man sagen: Noch nicht. Zunächst sollen nämlich nur seine Tochter Caroline Marie (25) und sein Sohn Carl Erik (20) an die Limmat ziehen, wie die norwegische Zeitung «Aftenposten» berichtet. Hagen selbst gab an, Tochter und Sohn häufig besuchen zu wollen. «Man will doch in der Nähe seiner Kinder sein», sagte er gegenüber der Presse. Einen späteren Umzug in die Schweiz will er aber auch nicht ausschliessen. «Wer weiss, was die Zukunft bringt», sagt er.

Doch auch der Umzug seiner Kinder ist ein herber Verlust für Norwegen. Denn damit ziehen fast zwei Drittel des Firmenbesitzes an die Limmat. Zusammen mit der ältesten Tochter Nina Camilla (27) gehören den drei Kindern je 30 Prozent des väterlichen Firmenimperiums Canica. Vater Hagen besitzt nur noch die restlichen 10 Prozent.

Caroline Maries Farm ist bereits verkauft

Das Vermögen von Caroline Marie und Carl Erik beträgt je etwa 450 Millionen Schweizer Franken. Bereits im Februar dieses Jahres wurde der Sitz von Canica nach Zürich verlegt. Nun sollen die zwei Kinder nachziehen. Caroline Marie hat deshalb bereits ihre riesige Farm nordöstlich von Oslo, die sie gemäss «Aftenposten» erst vergangenes Jahr für 5,7 Millionen Schweizer Franken erstanden hat, für 3,3 Millionen wieder verkauft. Offenbar ziehen die zwei erwachsenen Kinder in ein Anwesen in der Stadt Zürich und nicht in eine Villa in einer der umliegenden Gemeinden.

Zuvor hatten die Sprösslinge mehrere Städte in Europa evaluiert. Darunter auch London. Am Schluss fiel ihre Wahl aber auf Zürich. «Meine Kinder mögen Zürich. Es liegt im Herzen Europas, nicht weit weg von Skipisten und hat Berge und Wälder im Überfluss», sagte Vater Hagen gegenüber der norwegischen Presse. Die Wahl sei nicht der tiefen Steuern wegen auf Zürich gefallen, da gebe es bessere Orte in Europa. Die Schweiz sei aber ein sicherer Standort und sehr wirtschaftsfreundlich. Ausserdem sei es dort einfach anonym zu bleiben. «Das schätzen meine Kinder besonders», so Hagen.

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