Hoeness-Affäre: Steinbrück will wieder «Kavallerie» loslassen

Aktualisiert

Hoeness-AffäreSteinbrück will wieder «Kavallerie» loslassen

Der deutsche Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat lange zum Fall Hoeness geschwiegen. Jetzt postet er eine Notiz auf Facebook – mit einem altbekannten Vergleich.

von
rey
«Manchmal ist Kavallerie besser als Diplomatie», schreibt «Peitschen-Peer» auf Facebook.

«Manchmal ist Kavallerie besser als Diplomatie», schreibt «Peitschen-Peer» auf Facebook.

Im März 2009 erzählte Peer Steinbrück, damals noch deutscher Finanzminister, man müsse mit der Kavallerie gegen die Schweiz vorgehen – die er mit Indianern verglich. Er benutzte den Vergleich, um das Schweizer Steuergeheimnis zu kritisieren. «Wir müssen nicht nur das Zuckerbrot benutzen, sondern auch die Peitsche», hatte Steinbrück damals gesagt.

Jetzt, nachdem auskam, dass der FC-Bayern-Präsident Uli Hoeness mehrere hundert Millionen Euro auf Konten in der Schweiz verheimlicht haben soll, fühlt sich Steinbrück bestätigt.

Auf seiner Facebook-Seite hat er er ein Bild einer handgeschriebenen Notiz veröffentlicht: «Aktuell zeigt sich, wie mangelhaft die Bundesregierung das Steuerabkommen mit der Schweiz verhandelt hat. Manchmal ist Kavallerie besser als Diplomatie», so der Kanzlerkandidat.

Eine Reaktion aus der Regierung folgte prompt. Aussenminister Guido Westerwelle schrieb eine Stunde später – ebenfalls auf Facebook: «Über ein Steuerabkommen mag man in der Sache diskutieren, aber wer in Europa der Kavallerie den Vorzug geben will, liegt grundfalsch.»

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