Steinenvorstadt: Die Gäste müssen ab Mitternacht rein
Aktualisiert

Steinenvorstadt: Die Gäste müssen ab Mitternacht rein

Das neue Gastgewerbegesetz zeigt erste Auswirkungen: Künftig sollen Nachtschwärmer in der Steinenvorstadt ab Mitternacht nur noch in den Beizen konsumieren können.

Das Amt für Umwelt und Energie will aufgrund der Lärmschutzverordnung die Öffnungszeiten der Boulevardbewirtung auf die Zeit zwischen 7 Uhr und 24 Uhr beschränken. Warum diese Verordnung gerade in der Steinenvorstadt durchgesetzt werden soll, ist unklar. «Gerade in der Vergnügungszone Steinen wäre mehr Toleranz angebracht», sagt Maurus Ebneter, Präsident des Basler Wirteverbands.

Das Vorgehen des Amts für Umwelt und Energie sei für ihn fragwürdig. Zudem würden die Rechtsgrundlagen des Gesetzes eher auf wackligen Beinen stehen. Lärmschutz bedeute nicht, Gäste von der Allmend zu vertreiben.

Auch die IG Steinen ist mit dieser unerwarteten Massnahme gar nicht einverstanden.

«Die Steinen ist einer der einzigen Orte in der Stadt, an dem am Abend für Jugendliche und Junggebliebene etwas los ist», sagte der Präsident Rolf Fuhrer gegenüber Radio Basilisk. Die IG habe umgehend eine Sonderbewilligung beantragt, damit die Betreiber ihre Gäste wenigstens am Wochenende weiter bis 2 Uhr draussen bedienen könnten. Tino Krattiger, Präsident von Kulturstadt Jetzt, sagt: «Das ist der Anfang vom Ende.»

Denise Dollinger

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