Aktualisiert 21.12.2007 13:48

Steinigung des Teufels

Unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen sind Millionen muslimischer Pilger zu einem der letzten Rituale der Hadsch in Mekka geströmt.

Sie zogen am Freitag über eine Brücke, von der aus symbolisch der Teufel zu Tode gesteinigt wird.

Das inzwischen auf drei Stockwerke erweiterte Bauwerk hat sich in den vergangenen Jahren wiederholt als gefährliches Nadelöhr erwiesen: 2006 wurden mehr als 360 Menschen während des Rituals erdrückt. Es war der schlimmste Unfall während der Wallfahrt seit 16 Jahren.

Die Gläubigen müssen das Ritual vor Sonnenuntergang absolviert haben, um die Wallfahrt in Mekka abzuschliessen. Gelingt ihnen dies nicht, müssen sie eine weitere Nacht vor den Toren der heiligen Stadt verbringen.

Die Pilger lobten die Sicherheitsvorkehrungen. «Alles hat wunderbar funktioniert», sagte Abdel Karim al-Atawi, ein Soldat aus Tabuk im Norden Saudi-Arabiens.

Der grösste Andrang wurde allerdings erst am Nachmittag erwartet, weil Religionsstifter Mohammed die Steinigung der Überlieferung zufolge ebenfalls zu diesem Zeitpunkt vollzogen hat. In Mekka wartet auf die Pilger zum Abschluss eine erneute Umrundung der würfelförmigen Kaaba.

In diesem Jahr reisten 1,6 Millionen Muslime aus aller Welt zu der Wallfahrt nach Saudi-Arabien an. Mit der Beteiligung aus dem Inland dürfte die Zahl der Pilger aber die Marke von zwei Millionen deutlich überschreiten. Jeder Muslim ist verpflichtet, wenigstens einmal im Leben an der Wallfahrt teilzunehmen, sofern er sich dies finanziell leisten kann.

(sda)

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