Mitten in der City: Steinkopf aus dem Mittelalter gefunden
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Mitten in der CitySteinkopf aus dem Mittelalter gefunden

Archäologen der Stadt Zürich haben an der Börsenstrasse den Sandsteinkopf einer weiblichen Statue aus dem Mittelalter gefunden.

Beim Sandsteinkopf aus dem 13. Jahrhundert könnte es sich um die Heilige Maria handeln.

Beim Sandsteinkopf aus dem 13. Jahrhundert könnte es sich um die Heilige Maria handeln.

Das archäologische Team hat bei den Grabungen im Gebiet Fraumünster gegen 150'000 Einzelfundstücke geborgen und rund 4400 Befunde wie Schichten, Mauern oder Gruben dokumentiert, wie das Hochbaudepartement am Donnerstag mitteilte. Zu den Höhepunkten zählt unter anderem ein Ensemble mit allerlei Fundgegenständen, die vom Alltag des späten 15. und frühen 16. Jahrhunderts erzählen.

Ende letzten Jahres wurde in der Börsenstrasse ein ganz besonderer Fund gemacht. Es handelt sich um einen Sandsteinkopf einer weiblichen Statue. Die Partie von Nase und Mund ist zerstört, der Rest aber gut erhalten und zeugt von einer hohen künstlerischen Qualität auf überregionalem Niveau. Erste Datierungen des Kopfs weisen aufs 13. Jahrhundert. Es könnte sich um die Heiligendarstellung der gekrönten Maria handeln, die wohl während der Reformation aus der Fraumünsterabtei zerstört und entsorgt worden ist.

Grabungen abgeschlossen

Zu den Grabungsarbeiten und den Funden aus dem Fraumünsterquartier gibt es im Landesmuseum Zürich bis September 2014 eine kleine Ausstellung zu sehen. Der Sandsteinkopf ist aber nicht dabei, da die Restaurierung noch nicht abgeschlossen ist.

Die Grabungen wurden im Rahmen der Sanierungsarbeiten im Fraumünstergebiet gemacht. Die im Januar 2013 begonnenen Arbeiten stehen kurz vor dem Abschluss, wie das Tiefbauamt mitteilte. Ab 11. Mai bis Mitte Juli werden die Deckbeläge abschnittsweise eingebaut. Einige Gebäude im Quartier werden im Rahmen des Plan Lumière in ein neues Licht getaucht.

(sda)

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