Aktualisiert 23.09.2011 16:56

Palästinenser-Staat gefordertSteinwürfe und Tränengas im Westjordanland

Kurz vor der Rede des Präsidenten Mahmud Abbas vor der UNO-Vollversammlung steigen die Spannungen zwischen Palästinensern und israelischer Armee. Im Westjordanland kam es bereits zu Auseinandersetzungen.

Palästinenser demonstrieren im Westjordanland für einen von der UNO anerkannten Palästinenser-Staat.

Palästinenser demonstrieren im Westjordanland für einen von der UNO anerkannten Palästinenser-Staat.

Dutzende palästinensische Demonstranten im Westjordanland haben sich vor der mit Spannung erwarteten Rede des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas bei den Vereinten Nationen Auseinandersetzungen mit israelischen Sicherheitskräften geliefert. Am Freitag setzten Sicherheitskräfte am Kontrollposten Kalandija Tränengas gegen mit Steinen werfende Palästinenser ein. Im Dorf Nabi Sale verbrannten Demonstranten israelische Flaggen und Poster von US-Präsident Barack Obama. Viele trugen einen in den UN-Farben bemalten Stuhl, der ihr Streben nach Anerkennung eines unabhängigen Staats symbolisieren sollte. Auch aus dem Dorf Bilin wurden Auseinandersetzungen gemeldet.

Zuvor hatte Israel aus Sorge vor Unruhen im Zuge des Antrags Abbas' auf UN-Vollmitgliedschaft massiv Sicherheitskräfte im jüdischen Staat und im Westjordanland stationiert. Rund 22 000 Beamte seien im Einsatz, sagte Polizeisprecher Micky Rosenfeld. Besondere Aufmerksamkeit habe dem Freitagsgebet in der Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg in Jerusalem gegolten. Die Polizei liess nur Männer über 50 Jahre auf das Gelände. Das Gebet endete ohne Zwischenfälle. (dapd)

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