Aktualisiert 09.07.2006 06:32

Sterbehelfer: Ärger wegen Gift-Bunkerei

Die Sterbehilfeorganisation Dignitas hat den tödlichen Medikamenten-Cocktail Natrium-Pentorbarbital auf Vorrat gehortet. Nun schreitet die Zürcher Staatsanwaltschaft ein.

Das Bunkern der tödlichen Medikamentendosen, mit denen die Sterbehilfeorganisation Dignitas Sterbewillige beliefert, ist zwar nicht verboten. Dennoch wird die Staatsanwaltschaft Zürich aktiv, wie die «SonntagsZeitung» berichtet.

Eine Angestellte des Dignitas-Gründers Ludwig A. Minelli hatte im Jahr 2004 mit Rezepten von Verstorbenen in der Apotheke gleich zwei Dosen des tödlichen Natrium- Pentorbarbitural (NaP) besorgt.

Minelli begründet die Lagerung von tödlichen Medikamenten mit dem Risiko, das eine Portion während einer Sterbehilfeaktion wegen Ungeschicklichkeit verloren gehen und der Wunsch des Sterbewilligen nicht erfüllt werden könnte.

Die Polizei hat die vorrätige Reserveportion Todesmedizin beschlagnahmt.

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