Sterbehilfe: Harsche Kritik von Bischöfen
Aktualisiert

Sterbehilfe: Harsche Kritik von Bischöfen

Die Beihilfe zum Suizid kann niemals gerechtfertigt werden, findet die Schweizer Bischofskonferenz (SBK). Die steigende Verwirrung rund um die Tätigkeit von Sterbehilfeorganisationen in der Schweiz verfolgen die Bischöfe mit Beunruhigung.

Die Schweizer Bischöfe hätten ihre Überlegungen und Empfehlungen im Bereich der Sterbehilfe und der Sterbebegleitung bereits 2002 in einem Pastoralschreiben ausführlich dargelegt, hiess es an einer Medienkonferenz der SBK am Donnerstag in Bern.

Im Schreiben mit dem Titel «Die Würde des sterbenden Menschen» werde betont, dass es um mehr gehe als um eine gesetzliche Regelung der Sterbehilfe. Es gehe um Sinn und Würde des menschlichen Lebens. Nach Meinung der SBK ist der Umgang mit dem Sterben für das gesellschaftliche Zusammenleben und die «menschliche Qualität der Gesellschaft» von Bedeutung.

Die Sterbehilfe in der Schweiz war in letzter Zeit mehrfach in die Kritik geraten. Besonders in die Schlagzeilen geriet der Verein Dignitas, der auf einem Parkplatz in Maur ZH zwei Deutsche in den Tod begleitet hatte. Zuvor begleitete Dignitas Sterbewillige in Wohnquartieren verschiedener Zürcher Gemeinden sowie in Hotels im Grossraum Zürich. (sda)

Deine Meinung