Astronomie: Sternschnuppen ziehen über den Nachthimmel
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AstronomieSternschnuppen ziehen über den Nachthimmel

Wer in den nächsten Tagen zum nächtlichen Himmel blickt, kann den einen oder anderen seiner Wünsche loswerden. Bis zum 25. April erfreut ein Sternschnuppenstrom interessierte Himmelgucker.

Eine Sternschnuppe fällt am 11. August über dem Säntis vom Nachthimmel.

Eine Sternschnuppe fällt am 11. August über dem Säntis vom Nachthimmel.

Vom 16. bis 25. April ist der Sternschnuppenstrom der Lyriden zu sehen. Seinen Höhepunkt erreicht das faszinierende Himmelsphänomen in der Nacht auf Ostersamstag.

Astronomen erwarten, dass in der Stunde nach Mitternacht von blossem Auge etwa alle fünf Minuten ein Meteor zu sehen sein wird. Tatsächlich dürften auf dem Höhepunkt fast 20 Sternschnuppen pro Stunde niedergehen. Manche sind aber zu schwach, um sie von blossem Auge zu sehen.

Im Vergleich zu anderen Meteorströmen ist dies eine eher geringe Frequenz. Die Quadrantiden im Januar oder die Geminiden im Dezember etwa schicken stündlich über hundert Feuerbälle in die Erdatmosphäre.

Wetter muss mitspielen

Der Lyriden-Schauer wird am ganzen Himmel zu sehen sein, sofern man einen Beobachtungsstandort abseits heller Grossstadtlichter hat. In der Nacht auf Ostersamstag könnte dem Beobachter ab 2 Uhr der Mond einen Strich durch die Rechnung machen. Dieser ist zwar abnehmend, aber immer noch mehr als halb voll.

Ob auch das Wetter mitspielt, ist noch nicht gewiss. Derzeit sehe es aber so aus, als ob über Ostern klare Nächte geben könnte, sagte ein Sprecher von MeteoSchweiz.

Sternschnuppen sind Teilchen aus Staub und Gestein, die beim Eindringen in die Erdatmosphäre verglühen. Lyride stammen vom Schweif des Kometen Thatcher. Namensgebend ist das Sternbild Leier, von dem die Schnuppen auszuströmen scheinen. Die älteste überlieferte Beobachtung des Lyriden-Stroms wurden 687 v. Ch. in China gemacht.

(sda)

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