Zur Kasse gebeten: Steuer für Banker-Boni auch in Frankreich
Aktualisiert

Zur Kasse gebetenSteuer für Banker-Boni auch in Frankreich

Die Abgabe von 50 Prozent auf Sonderzahlungen ab einer Höhe von 40 000 Franken wird in diesem Jahr von rund 2500 Finanzmarktmanagern eingezogen.

Mit der Besteuerung von hohen Banker-Boni hofft der französische Staat auf Einnahmen von über einer halben Milliarde Franken, sagte Finanzministerin Christine Lagarde am Dienstag der Zeitung «Le Figaro». Der Grossteil der erhofften Einnahmen werde in einen Einlagensicherungsfonds fliessen. Der Rest werde dem Haushalt zur Verfügung gestellt, so die Ministerin in dem Zeitungsinterview.

Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy und der britische Premierminister Gordon Brown beschlossen die Einführung der Boni-Steuer vergangenen Monat. Bundeskanzlerin Angela Merkel konnten sie auf dem Brüsseler EU-Gipfel im Dezember nicht für die Massnahme gewinnen.

Die Banken könnten teils nur Dank Staatshilfe in Milliardenhöhe wieder Gewinne machen, sagte Lagarde. Deswegen sei es gerechtfertigt, dass sich der Staat von den Gewinnen etwas zurückhole. Die Sonderabgabe solle auch ein Signal senden, damit die Banken ihre Gewinne in die Finanzierung der Wirtschaft steckten und nicht in üppige Belohnungen für ihre Manager. (dapd)

Deine Meinung