Aktualisiert 18.06.2016 09:08

Pfäffikon SZ

Steueramt macht Theater wegen eines 5-Räpplers

Beim Steuern eintreiben gilt bei den Behörden Nulltoleranz. Das zeigt ein aktueller Fall aus dem Kanton Schwyz.

von
ij
Kulanz nicht möglich: Mit diesem Schreiben informierte das Steueramt Freienbach Peter Margelisch über den fehlenden Betrag.

Kulanz nicht möglich: Mit diesem Schreiben informierte das Steueramt Freienbach Peter Margelisch über den fehlenden Betrag.

Kein Anbieter/Screenshot / Facebook

Peter Margelisch aus Pfäffikon hat beim Überweisen seiner Steuern versehentlich fünf Rappen zu wenig bezahlt. Daraufhin forderte das Steueramt Freienbach den fehlenden Betrag ein, berichtet das «Höfner Volksblatt».

Wenn er den Skontoabzug von einem Prozent erhalten wolle, müsse er die fehlenden fünf Rappen noch einzahlen. Das sorge bei Peter Margelisch und seinem Umfeld für Kopfschütteln, er veröffentlichte den Brief des Steueramtes auf Facebook.

Beim Skonto gilt Toleranz

Allerdings lieferte die Behörde im Brief gleich die Erklärung für ihr Vorgehen mit. Bei den Steuern dürfte sie keine Kulanz walten lassen, heisst es. Grund dafür sei die Rechtsgleichheit, die Bezugsverordnung gelte für alle. Deshalb erhalte man auch den Skontoabzug erst, wenn der gesamte Betrag beglichen sei. Im Unterschied zur Privatwirtschaft könne das Steueramt die fünf Rappen nicht einfach ausbuchen.

Dabei spiele es keine Rolle, wie hoch der fehlende Betrag sei, sagt Lukas Meier, Leiter des Steueramts Freienbach, dem «Höfner Volksblatt». Beim Skonto sei die Frist aber nicht sakrosankt. «Wenn die Einzahlung bis zehn Tage in den Juli hinein erfolgt, akzeptieren wir das», so Meier.

Inzwischen hat Margelisch die fehlenden fünf Rappen einbezahlt. Er nimmt das Ganze mit Humor. Kollegen schenkten ihm gar ein Kässeli voller Fünfräppler.

Das Steueramt Freienbach löste wegen fünf Rappen eine Diskussion über Kulanz aus. (Bild: Screenshot / Freienbach.ch)

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