Grow up: Steuererklärung fürs Corona-Jahr – Darauf solltest du achten
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Grow upSteuererklärung fürs Corona-Jahr – Darauf solltest du achten

Infrastruktur für Homeoffice, Verpflegungskosten oder wegfallende ÖV-Reisen: Bei den Steuerabzügen sind die Kantone kulant - jedoch in unterschiedlichem Masse.

Die Unterlagen zur Steuererklärung 2020 sind bereits ins Haus geflattert. Bis zum 31. März bleibt nun Zeit für die Erledigung der jährlich wiederkehrenden Verpflichtung. Die aktuelle Steuererklärung dürfte für viele etwas komplizierter werden als gewohnt, denn die andauernde Pandemie wirft vor allem bei den Abzügen einige Fragen auf. Falls auch bei dir Verwirrung hinsichtlich Berufsauslagen und Spesen im Homeoffice herrscht, klären wir dich hier über die wichtigsten Dinge auf.

Wie handhabe ich beispielsweise den Abzug für die Fahrtkosten? Viele Arbeitnehmer sind seit Monaten gänzlich oder zumindest öfter als früher im Homeoffice und verpflegen sich so unter anderem auch zu Hause. Auch bei den Spesen fürs Homeoffice herrscht Unklarheit, da viele Arbeitnehmer ihren Arbeitsort vollständig in den eigenen Wohnraum verlegen mussten.

Kantone lassen Kulanz walten

Sofern dein Arbeitsplatz zu Hause zum wesentlichen für die Berufsausübung genutzt wird, kannst du dafür Abzüge geltend machen. In diesem Fall müsstest du beispielsweise aber auch den Mietzins für das Arbeitszimmer berechnen, was ziemlich kompliziert werden kann.

Infolge der etwas unübersichtlichen Situation lassen viele Kantone Kulanz walten. So schreibt beispielsweise das kantonale Steueramt Zürich in einer Mitteilung, dass unselbständig Erwerbende in der Steuererklärung 2020 die Fahrtkosten, die Mehrkosten der Verpflegung sowie die weiteren Berufskosten so geltend machen können, wie sie ohne Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie angefallen wären. Also Abzüge machen, als ob es kein Corona gegeben hätte.

Homeoffice abziehen oder nicht?

Aber Achtung: Diese Handhabung schliesst allerdings einen zusätzlichen Abzug für Homeoffice-Kosten aus. Genauso verhält es sich, wenn du umgekehrt die Kosten für deine Homeoffice-Infrastruktur angibst, denn hier fällt der Pauschalbetrag für die übrigen Berufskosten weg, welcher in den meisten Kantonen zwischen 2000 und 4000 Franken liegt.

Informiere dich aber unbedingt beim kantonalen Steueramt, denn die Regelungen unterscheiden sich von Kanton zu Kanton. In Bern kannst du für diese Steuerperiode beispielsweise auch geltend machen, wenn du das eigene Auto anstatt den ÖV genutzt hast.

Schon Mitte 20 aber noch immer nicht wirklich im Erwachsenenleben angekommen? No need to panic! «Grow Up» beantwortet dir alles, was du spätestens mit 30 wissen musst. Seien es Fragen zur Karriere, dem Umgang mit Geld oder den Behörden: Hotel Mama war gestern. Sende deine Frage an grow.up@20minuten.ch

Deine Meinung

156 Kommentare
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F-35

22.02.2021, 17:55

@Ueli Gipser Im Gegensatz zu Kampfjets gibt es immer noch mehr genug Hotels und Restaurants.

Ueli Gipser

22.02.2021, 08:49

Ich freu mich schon mit den Steuergelder, die neuen Kampfjets zu bezahlen. Wir haben dann zwar etliche Restaurants und Hotels nicht mehr, aber dafür Kampfjets.

0li

22.02.2021, 08:07

Danke Steueramt Aargau :-) Man kann alle Berufskosten abziehen wie ohne Covid Homeoffice. Das ist doch mal echter Pragmatismus, merci :-)