Steuern für Kinderreiche sinken
Aktualisiert

Steuern für Kinderreiche sinken

Die Steuerabzüge für Kinder und Jugendliche werden im Kanton Luzern deutlich erhöht. Für die Vermögenssteuer soll eine Flat Tax eingeführt werden.

Das Parlament legte die neuen Abzüge im Rahmen der Steuergesetzrevision fest, mit der Luzern für den Standortwettbewerb fit gemacht werden soll. Es geht um Entlastungen bei Staats- und Gemeindesteuern von 200 Millionen Franken.

Bei der Einkommenssteuer will Luzern auf 2008 eine im interkantonalen Vergleich mindestens durchschnittliche Belastung erreichen. Eine der Massnahmen sind höhere Abzüge für Kinder, Jugendliche und Fremdbetreuung. Für die Vermögenssteuer gibt es eine Flat Tax.

Familien stärker entlasten

Die Regierung schlug vor, die Kinderabzüge, die heute je nach Alter zwischen 5200 und 9700 Franken liegen, auf 5600 bis 10 400 Franken zu erhöhen. Das Parlament wollte die Familien aber stärker entlasten.

Der Rat beschloss oppositionslos, die Kinderabzüge auf 6400 bis 12 000 Franken festzusetzen. Der von der Regierung beantragte Fremdbetreuungsabzug wurde auf 6400 Franken verdoppelt, trotz der Opposition der SVP.

Die Regierung wies darauf hin, dass diese zusätzlichen Steuerausfälle von 13 Millionen noch nicht in der Finanzplanung enthalten sind. Der Rat hofft aber auf Kompensationseffekte.

Vermögenssteuer wird halbiert

Bei der Vermögenssteuer wird nach dem Parlamentsbeschluss auf 2009 der progressive Tarif durch einen Einheitssatz von 0,75 Promille ersetzt. Dies entspricht einer Halbierung.

Die Linke bekämpfte den Schritt vehement als Entsolidarisierung. Die Bürgerlichen bezeichneten die Massnahme als unverzichtbaren Kernpunkt der Vorlage. Konrad Graber (CVP) sagte, mit dem grossen Schritt komme Luzern erst ins Mittelfeld. (sda)

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