Aktualisiert 14.06.2004 12:16

Steuern: Obwalden am teuersten, Zug am billigsten

In den Kantonen Obwalden und Uri müssen am meisten, in den Kantonen Zug und Schwyz am wenigsten Steuern bezahlt werden.

Dies zeigt der von der Eidgenössischen Steuerverwaltung am Montag veröffentlichte Gesamtindex der Steuerbelastung für das Jahr 2003.

Die Rangliste des Indexes, der die Einkommens-, Vermögens-, Reingewinn- und Kapitalbelastung sowie die Motorfahrzeugsteuern zusammenzieht, hat sich im letzten Jahr wenig verändert. Der Kanton Freiburg überholte den Kanton Jura und machte einen Platz gut. Um zwei Plätze verbessert hat sich der Kanton Tessin.

Die Unterschiede bei der Steuerbelastung sind weiterhin gross und variieren auf einer Hunderterskala zwischen 52,3 (Zug) und 143,1 (Obwalden). Die steuergünstigsten Kantone sind Zug, Schwyz und neuerdings das Tessin. Am meisten verlangt der Fiskus in Obwalden, in Uri und im Jura.

Grosse Unterschiede zeigen sich bei der Einkommenssteuer. Die Steuerbelastung eines Ledigen mit einem Einkommen von 50 000 Franken variiert zwischen 5,18 Prozent im Kanton Zug und 12,73 Prozent im Kanton Basel-Stadt. Eine Familie mit zwei Kindern liefert in Zug 3,67 Prozent, im Jura 12,01 Prozent des Einkommens an den Staat.

Bei den Kantonshauptorten zeigt ein Zehnjahresvergleich, wie sich die Steuerbelastung verändert hat. Mit 20 Prozent die grössten relativen Steuersenkungen verzeichnen Bellinzona, Appenzell, Schwyz und Genf, die grössten Steuererhöhungen Stans, Herisau und Altdorf.

(sda)

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