Steuerparadies Zug, Steuerhölle Uri
Aktualisiert

Steuerparadies Zug, Steuerhölle Uri

Der Kanton Zug ist seinem Ruf als Schweizer Steuerparadies auch 2006 gerecht worden, während sich die Steuerhölle von Obwalden nach Uri verschob.

Aufsteiger des Jahres waren gemäss dem am Freitag veröffentlichten Gesamtindex der Steuerbelastung 2006 die Kantone Wallis und Schaffhausen. Bern rutschte deutlich ab.

Bei einem gesamtschweizerischen Mittel von 100 Punkten hatte der Kanton Zug mit 52,4 Punkten auch letztes Jahr unangefochten die tiefste Steuerbelastung, wie die Tabelle der Eidgenössischen Steuerverwaltung zeigt. Zug konnte seinen Vorsprung auf Schwyz sogar noch leicht vergrössern, das mit 68,5 Punkten Platz zwei behauptete. Auch auf den nächsten drei Rängen gab es mit den Kantonen Tessin, Nidwalden und Thurgau keine Veränderungen. An sechster Stelle folgt neu der Kanton Zürich, der den Aargau auf Platz sieben verdrängte. Unter dem gesamtschweizerischen Schnitt blieben auch Basel-Landschaft und Genf.

In der unteren Hälfte der Tabelle fallen die Fortschritte der Kantone Schaffhausen und Wallis auf. Das Wallis verbesserte sich vom 24. auf den 17. Rang. Schaffhausen legte um fünf Plätze vom 17. auf den 12. zu. Bern büsste demgegenüber vier Ränge ein und rutschte als Absteiger des Jahres an die 20. Stelle ab. Dahinter folgen Freiburg, Jura, Glarus, Neuenburg, Obwalden und Uri. Uri fasste trotz einer Indexverbesserung um mehr als zehn Punkte die Rote Laterne, weil Obwalden den noch grösseren Sprung machte, von 155,8 auf 136,0 Punkte.

Wie die weiteren Daten der Steuerverwaltung zeigen, ist der schlechte Rang Obwaldens noch immer auf die Einkommenssteuerbelastung zurückzuführen, obwohl 2006 der degressive Steuertarif noch gültig war. Dies hängt mit der Gewichtung im Index der Einkommenssteuerbelastung zusammen. Den Spitzenplatz mit der tiefsten Belastung holte sich Obwalden 2006 aber beim Index der Reingewinn- und Kapitalbesteuerung. Dort war Graubünden das Schlusslicht. (dapd)

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