Steuerwettbewerb: Schweiz muss handeln
Aktualisiert

Steuerwettbewerb: Schweiz muss handeln

Der Unternehmensdachverband Economiesuisse sieht die Schweiz im internationalen Steuerwettbewerb immer mehr unter Druck.

Er fordert deshalb «eine Offensivstrategie», damit die Schweiz nicht weiter an Terrain verliere.

Von Steuersenkungen ist in einem Communiqué vom Freitag zwar nicht explizit die Rede. Es müssten aber «alle notwendigen Massnahmen frühzeitig getroffen werden, welche die Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatzes und für international tätige Firmen sichern».

Bei der kommenden Unternehmenssteuerreform gelte es, die Interessen der KMU und der Volkswirtschaft zu maximieren. Zudem soll laut Economiesuisse die Mehrwertsteuer so gestaltet werden, dass Erhebungsaufwand und Verzerrungen reduziert werden. «Schädliche Mehrwertsteuer-Erhöhungen» lehnt der Verband ab.

Gemäss Economiesuisse kann nur eine nachhaltige Steuer- und Finanzpolitik Wachstum und Wohlstand und damit sozialen Ausgleich sowie den nationalen Zusammenhalt auf Dauer sicherstellen. Angesichts des verschärften internationalen Steuerwettbewerbs wäre es daher unverantwortlich, wenn die Schweiz nicht handeln würde.

Die Schweiz könne es sich nicht mehr leisten, bloss bestehende steuerliche Vorteile zu verteidigen. Die Tendenz sei sehr besorgniserregend, schreibt Economiesuisse aufgrund einer internationalen Stude.

In den umliegenden Ländern sei die Reformbereitschaft gestiegen. «Steuerpolitischer Zugzwang» bestehe insbesondere gegenüber Irland, Österreich und den neuen EU-Oststaaten.

Notiz: Folgt Neufassung nach MK.

(sda)

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