Teurer Spass: Steuerzahler blechen für Mörgelis Museum
Aktualisiert

Teurer SpassSteuerzahler blechen für Mörgelis Museum

Die Uni Zürich sucht Perspektiven für das medizinhistorische Museum. Dazu wird unter anderem die Sammlung «sorgfältig inventarisiert und katalogisiert» – für eine Million Franken.

von
kmo

Die Universität Zürich (UZH) hat eine «Zukunftskonzeption» in Auftrag gegeben. Diese soll Perspektiven für die medizinhistorische Sammlung deutlich machen. Dabei werden unter anderem die gesammelten Objekte neu inventarisiert und katalogisiert. Dafür wirft die Uni eine Million Franken auf. Die Zukunft des medizininhistorischen Museums als solches sei noch offen, sagte Uni-Rektor Andreas Fischer am Freitag.

In den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit geraten waren Sammlung und Museum im vergangenen Herbst: Damals stellte die UZH Kurator Christoph Mörgeli per sofort frei, nachdem dieser von seinem neuen Vorgesetzten Flurin Condrau ungenügende Arbeitsbewertungen erhalten hatte.

«Die Freistellung war die richtige Massnahme»

«Wir bleiben bei der Kündigung»

Auf Ende März 2013 wurde Mörgeli gekündigt - «dabei wollen wir auch bleiben», sagte Fischer am Freitag. Mörgelis Rekurs gegen die Entlassung sei bei der Rekurskommission hängig und dürfte «nicht in den nächsten Wochen» erledigt sein. Die Verfahren wegen Amtsgeheimnisverletzung gegen zwei Institutsmitarbeitende sind bei der Staatsanwaltschaft hängig. Sie sollen den Bericht den Medien zugespielt haben.

Mörgeli: Schadet oder nützt ihm die Medienpräsenz?

Nach wie vor funktionsfähig ist laut Fischer das medizinhistorische Institut, auch wenn dessen Chef, Flurin Condrau, im Wirbel der Auseinandersetzungen um die Entlassung Mörgelis die Leitung vorübergehend abgegeben hat. Bis Ende Juli führt Johann Steurer das Institut interimistisch. Ob diese vorübergehende Lösung verlängert werde oder Condrau zurückkomme, sei noch offen. (kmo/sda)

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