Luftqualität in Zürich: Stickoxide kosten jährlich 2 Milliarden Franken
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Luftqualität in ZürichStickoxide kosten jährlich 2 Milliarden Franken

Eine Studie für den Kanton Zürich zeigt erstmals, wie hoch die Gesundheitskosten sind, die durch Stickoxide jedes Jahr verursacht werden.

von
T. Mathis
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Die Luftqualität in der Stadt Zürich wird kontinuierlich überwacht – mit diesen verkehrten Metallbechern.

Die Luftqualität in der Stadt Zürich wird kontinuierlich überwacht – mit diesen verkehrten Metallbechern.

Keystone/Gaetan Bally
Es gibt auch mehrere grössere Stationen, die die Stadt betreibt, hier in Zürich-Wiedikon.

Es gibt auch mehrere grössere Stationen, die die Stadt betreibt, hier in Zürich-Wiedikon.

Keystone/Gaetan Bally

Die Luft in urbanen Gebieten ist verschmutzt. Besonders schädigend für die Gesundheit sind Feinstaub und Stickoxide. Das Beratungsunternehmen Econcept hat im Auftrag des Kantons Zürich erstmals die Kosten berechnet, die durch Stickstoffoxide im Gesundheitswesen anfallen.

Eine positive Bilanz ziehen die Experten in Bezug auf die Feinstaubbelastung. Die jährlichen Kosten sind in den vergangenen zehn Jahren um ein Drittel auf knapp eine Milliarde Franken zurückgegangen. Der Kanton begründet den Rückgang in der Zeitschrift «Zürcher Umweltpraxis» unter anderem mit der Einführung des Partikelfilters bei Dieselfahrzeugen.

Stickoxide werden vom Verkehr verursacht

Der Anteil an Stickstoffdioxid dagegen hat sich in den vergangenen zehn Jahren kaum verringert. Das bleibt nicht ohne Folgen für die Gesundheitskosten: Sie verbleiben auf dem hohen Niveau von rund zwei Milliarden Franken pro Jahr. Da Feinstaub und Stickoxide teilweise ähnliche Effekte haben, können die Zahlen nicht zusammengezählt werden.

Für die Schadstoffe verantwortlich ist laut dem Bericht des kantonalen Amts für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) hauptsächlich der Verkehr mit knapp 50 Prozent. Es folgen Land- und Forstwirtschaft sowie Industrie mit je knapp 20 Prozent.

Kanton fordert Reduktion von Stickoxiden

Der Kanton sieht sich durch die Resultate der Untersuchung bestätigt, dass Massnahmen wie zum Beispiel der Partikelfilter helfen, die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. Deshalb müsse auch ein Rückgang bei den Stickoxiden angestrebt werden, etwa durch eine wirksame Nachbehandlung der Abgase bei Dieselfahrzeugen.

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