Neuer Rivale für Apple: Stiehlt das Aldi-Tablet dem iPad die Show?
Aktualisiert

Neuer Rivale für AppleStiehlt das Aldi-Tablet dem iPad die Show?

Apples Tablet ist der Renner im Weihnachtsgeschäft. Samsung und Amazon halten dagegen - doch jetzt zeigt Aldi allen, dass es auch viel billiger geht.

von
Oliver Wietlisbach

Tablet-PCs sind im Massenmarkt angekommen. Rund 50 verschiedene Modelle listet das Fachmagazin zdnet.de bereits für Deutschland auf. Hierzulande dürften es nicht viel weniger sein.

Wie eine aktuelle Umfrage von 20 Minuten Online zeigt, wird das iPad 2 der Knüller im Weihnachtsgeschäft. Kein anderes Gadget steht derzeit auf mehr Wunschzetteln. Nebst dem Apple-Brettchen tummelt sich eine Reihe weiterer Tablets in den Ladenregalen, die Apples VolksPad hinsichtlich Preis-Leistung alt aussehen lassen. So etwa das Lifetab, das Aldi neu im Sortiment führt.

Aldi-Tablet: Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis

Aldi bietet seit dem 8. Dezember ein qualitativ hochwertiges Android-Tablet zu einem vernünftigen Preis an.

Das Medion Lifetab für 400 Franken ist gewiss kein Budget-Tablet. Es gibt billigere Alternativen, die aber bei Weitem nicht an dessen üppige Ausstattung herankommen. Das Lifetab kommt daher mit 32 Gigabyte Speicher, 3G-Mobilfunkverbindung und einem guten Display, das höher auflöst als das Display im iPad 2.

Das Aldi-Tablet bietet viel fürs Geld. Für genügend Geschwindigkeit sorgen der 1GHz Dual-Core-Prozessor und 729 Megabyte Arbeitsspeicher. Noch nicht überzeugt? Der deutsche Discounter gibt drei Jahre Garantie, üblich sind zwei Jahre. Apple knausert gar mit nur einem Jahr für das iPad 2. Zudem legt Aldi einen HDMI-Adapter bei, Samsung und Apple verkaufen diesen extra.

Weniger gut: Das Lifetab ist dicker und mit 700 Gramm etwas schwerer als das iPad 2. Für Design-Freaks ist das Aldi-Tablet nichts, dem Gehäuse fehlt die Eleganz der Apple-Produkte.

Fazit: Das Lifetab für 400 Franken bietet ein gutes Verhältnis zwischen Preis und Leistung. Bei Acer, Asus, Apple oder Samsung zahlt der Kunde mit rund 700 Franken massiv mehr für ein Tablet mit 32-GB-Speicher und Mobilfunkverbindung.

Das Lifetab im Video

Quelle: Androidpit

Kindle Fire: Die Billig-Flunder von Amazon

Amazons hauseigenes Tablet ist in den USA bereits ein Verkaufsschlager. In der Schweiz ist das Kindle Fire offiziell noch nicht erhältlich. Einige Online-Shops führen es aber im Angebot.

Das Positive: Mit rund 250 Franken ist das 7 Zoll grosse und 413 Gramm leichte Amazon-Tablet unschlagbar günstig. Der Winzling unter den Tablet-PCs ist zudem auch der mobilste. Darüber hinaus bietet Amazon mit seinen unzähligen eBooks, Filmen und Musiktiteln den richtigen Brennstoff für das Kindle Fire.

Das Negative: Wer sich für das Billig-Tablet entscheidet, muss Abstriche in Kauf nehmen. Der kleine Bildschirm erschwert bisweilen das Navigieren und mit 8 Gigabyte Speicher ist das Tablet ziemlich mager ausgerüstet. Kritiker bemängeln zudem die mangelnde Geschwindigkeit des Webbrowsers und das Fehlen von Apps für Kalendereinträge und Notizen.

Fazit: Das Kindle Fire polarisiert, da es zwar ein Android-Tablet ist, von Amazon aber stark modifiziert wurde. Amazons Antwort auf das iPad 2 ist ein kleines Budget-Tablet für Personen, die vor allem Bücher, Videos und Musik konsumieren wollen.

Samsung Galaxy Tab 10.1: Das Premium-Tablet für Android-Fans

Samsung heizt dem Branchenprimus nicht nur bei den Smartphones ein, auch bei den Tablets wollen die Südkoreaner künftig eine tragende Rolle spielen.

Das gefällt: Das 565 Gramm leichte Galaxy Tab 10.1 überzeugt mit einem guten Display, flachem Gehäuse und langer Akkulaufzeit von mindestens acht Stunden. Unter der Haube sorgen ein 1 GHz schneller Dual-Core-Prozessor und 1 Gigabyte Arbeitsspeicher für genügend Leistung.

Samsung liefert seine Tablets mit zahlreichen angepassten Apps aus. So sind beispielsweise Anwendungen wie E-Mail, Kalender, MP3-Player und Kamera übersichtlicher gestaltet als die Original-Apps von Android.

Das gefällt nicht: Die 32-GB-Version mit 3G kostet gut 700 Franken und bewegt sich somit in ähnlichen Dimensionen wie die Apple-Konkurrenz. Tablet-Einsteiger kommen mit dem iPad 2 vermutlich etwas schneller zurecht als mit dem Galaxy Tab 10.1, das mit dem mobilen Betriebssystem Android 3.1 geliefert wird.

Fazit: Samsungs Galaxy Tab 10.1 ist der ideale Begleiter für alle, die bereits ein Samsung-Handy mit Android ihr Eigen nennen. Das Samsung-Tablet ist wie das iPad 2 kein Schnäppchen, bietet dafür aber deutlich mehr als Billig-Tablets. Laut Stiftung Warentest liegen das Galaxy Tab und iPad 2 praktisch gleichauf.

iPad 2: Das Volks-Tablet

Mit der zweiten iPad-Generation beherrscht Apple den Tablet-Markt fast nach Belieben. Anders als bei den Smartphones spielen Tablet-PCs mit Android noch kaum eine Rolle.

Das überzeugt: Das iPad 2 wirkt mit seiner Aluminium-Rückseite deutlich edler als die Plastik-Konkurrenz. Für das Apple-Tablet spricht vor allem die hochwertige Verarbeitung, die gute Akkulaufzeit von zirka zehn Stunden und das intuitive Betriebssystem iOS 5, das iPhone-Nutzern bereits bekannt ist.

Das überzeugt nicht: Für ein iPad 2 müssen Kunden tief in die Taschen greifen. 730 Franken verlangt Apple auf seiner Webseite für das 32-Gigabyte-Modell mit 3G. Wie die meisten Tablets kämpft auch das iPad mit einem stark spiegelnden Display. Anschlüsse für externe USB-Geräte oder SD-Karten sucht man vergebens, wie übrigens auch beim Galaxy Tab 10.1 von Samsung. Hierfür müssen Adapter-Sets gekauft werden, die rund 40 Franken kosten.

Fazit: Apple bietet mit dem iPad 2 ein Premium-Tablet, das dem Gebotenen entsprechend nicht ganz billig ist. Zumindest bis die Android-Tablets der nächsten Generation erscheinen werden, ist das Apple-Tablet mehr als eine Kaufüberlegung wert.

Update:

Wie die Leser von 20 Minuten Online melden, war das Lifetab bei Aldi in einigen Filialen bereits am ersten Tag nach wenigen Minuten ausverkauft.

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