Vom Wallis nach Katar: Stielike geht in die Wüste
Aktualisiert

Vom Wallis nach KatarStielike geht in die Wüste

Im Dezember widersprach Uli Stielike noch, dass er wie 20 Minuten Online erfuhr nach Katar gehe. Doch jetzt sind die wahren Motive für Stielikes Vertragsauflösung beim FC Sion bekannt geworden.

von
Reto Fehr

Uli Stielike stieg am 12. Dezember aus der Walliser Daily-Soap «güeti Ziitu, schlächti Ziitu» aus und bat den Präsidenten Christian Constantin von sich aus um die Auflösung des Vertrages mit dem FC Sion. Ein Vertrag, welcher eigentlich noch bis 2011 gelaufen wäre und laut Constantin mit insgesamt 1,2 Mio. Franken dotiert war. Stielike sagte damals: «Wenn es keinen Sinn mehr macht, mit jemandem wie Constantin zusammenzuarbeiten, dann muss man konsequent sein.»

Der wirkliche Grund: Mehr Geld

Doch jetzt zeigt sich der wirkliche Grund für die Vertragsauflösung. Wie 20 Minuten Online schon im Dezember berichtete, lag dem Deutschen bereits zum damaligen Zeitpunkt ein Angebot aus dem Katar vor. Damals wurde noch über die Nationalmannschaft des Scheichtums spekuliert, doch jetzt stellt sich heraus, dass Scheich Al Than gerne seinen Vorzeigeklub Al-Arabi mit dem prominenten Trainer zu neuen Höhenflügen verleiten möchte. Logisch, dass sich Stielike im Wallis knapp 1 Mio. Franken für die restlichen zweieinhalb Jahre ans Bein strich, wenn er jetzt einen noch besser dotierten Vertrag unterschreiben kann.

Arbeitsbeginn schon am 4. Januar

Am Berchtoldstag reiste Stielike zum ersten Mal persönlich in den nahen Osten, um die Gegebenheiten vor Ort persönlich in Augenschein zu nehmen. Zu diesem Zeitpunkt waren die Verhandlungen schon weit fortgeschritten. Sollte nichts unvorhergesehenes mehr passieren, unterzeichnet der ehemalige Spieler von Real Madrid und Neuchâtel Xamax den ausgehandelten Vertrag und steht schon bald zum ersten Mal aktiv an der Seitenlinie.

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